Rekordjagd
Goldpreis marschiert auf 1 050 Dollar zu

Der Goldpreis strebt ungebremst aufwärts. Am Morgen erreichte das Metall einen weiteren Rekordwert von 1 048,20 Dollar. Den jüngsten Anstieg verdankt Gold Spekulationen über eine sinkende Bedeutung des Dollars, die die US-Währung schwächen. Allerdings steigt der Goldpreis auch auf Euro-Basis an.

DUBAI/DÜSSELDORF. Der Goldpreis setzt seine Rekordjagd fort. Im New Yorker Handel kletterte der Preis für eine Feinunze am Dienstagabend zwischenzeitlich bis auf 1 045 Dollar und lag damit rund zwölf Dollar über dem bisherigen Allzeithoch. Am Mittwoch korrigierte der Preis zunächst minimal, stieg dann aber bis auf ein neues Allzeithoch bei 1 048,20 Dollar.

Auch in Euro gerechnet ist der Goldpreis am Mittwoch gestiegen. Mit 711,76 Euro notierte die Feinunze am Mittag 0,6 Prozent höher als am Vorabend und damit so hoch wie seit Anfang März dieses Jahres nicht mehr. Das höchste Preisniveau in Euro hatte der Goldpreis im Februar mit 793 Euro erreicht.

Ausgelöst wurde die Rekordjagd des Goldpreises in Dollar durch Gerüchte, dass die US-Währung seine führende Rolle im Rohstoffhandel verlieren könnte. Diese Gerüchte hatten den Dollar trotz Dementis geschwächt und den Goldpreis nach oben getrieben. "Wir werden weitere Hochs in den nächsten drei bis sechs Monaten sehen", sagte JP-Morgan-Analyst Michael Jansen der Nachrichtenagentur Reuters. Viele Marktteilnehmer seien auf einen sinkenden Dollar und steigende Notierungen für andere Währungen und für Gold positioniert. "Die Spekulanten haben massiv gekauft", ergänzte Jochen Hitzfeld, Rohstoffexperte von Unicredit. Er sieht Gold Ende 2010 sogar bei 1 400 Dollar. Die Landesbank Baden-Württemberg setzte ihr Kursziel für Gold am Dienstag auf 1 100 Dollar hoch.

Die britische Tageszeitung "The Independent" hatte am Dienstag berichtet, dass die arabischen Golfstaaten den Dollar im Rohölhandel durch einen Korb aus verschiedenen Währungen, darunter der japanische Yen, der chinesische Yuan und der Euro, sowie Gold ersetzen wollen. Die Ölstaaten haben diese Absicht zwar dementiert, gleichwohl geriet der Kurs der amerikanischen Währung massiv unter Druck. Der Euro notierte mit 1,4750 Dollar zeitweise nur noch knapp unter seinem Jahreshoch von 1,4842 Dollar. Am Mittwoch erholte sich der Dollar nur leicht auf Kurse knapp unter 1,47 Dollar je Euro. Die Meldung ist "Wasser auf die Mühlen der Dollar-Bären", kommentierte Carsten Fritsch von der Commerzbank die Entwicklung

Auch die Ölpreise zogen im Zuge der Dollar-Schwäche an, allerdings deutlich moderater als der Goldpreis. US-Öl der Sorte WTI notierte am Mittwoch bei 71,20 Dollar - rund 40 Cent höher als am Vorabend in New York. Zusätzlich gestützt wurde der Ölpreis durch eine optimistische Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur IEA.

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