Rohstoffe
Aussicht auf Zinssenkung treibt Ölpreis

Die Erwartung sinkender Leitzinsen sowie Kursgewinne an den weltweiten Aktienmärkten haben am Mittwoch zu steigenden Rohölpreisen geführt. Auf die gemischt ausgefallenen US-Lagerbestandsdaten reagierte der Ölpreis dagegen kaum.

HB FRANKFURT. Investoren setzen darauf, dass niedrigere Leitzinsen die Weltkonjunktur und damit die Rohstoffnachfrage stützen. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 5,6 Prozent auf 66,24 Dollar. Am Vortag war der Ölpreis noch auf ein 17-Monats-Tief gefallen. Nordsee-Öl der Sorte Brent wurde 6,2 Prozent höher bei 64 Dollar gehandelt.

In den vergangenen drei Monaten hat sich der Ölpreis halbiert. Dazu trug vor allem die Erwartung bei, dass der Ölverbrauch infolge einer weltweiten Wirtschaftsflaute sinken werde. Die Analysten der US-Bank Merrill Lynch senkten ihre Prognose für den durchschnittlichen Ölpreis im vierten Quartal nun auf 78 von bislang 107 Dollar.

Nach einer Zinssenkung durch die chinesische Zentralbank werden ähnliche Schritte von der US-Notenbank (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) erwartet. Kreisen zufolge erwägt auch die japanische Notenbank eine weitere Absenkung ihres bereits nur noch bei 0,5 Prozent liegenden Leitzinses.

US-Rohöllagerbestände sind in der Vorwoche etwas weniger als erwartet um 0,5 Mio. Barrel gestiegen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg um 1,6 Mio. Barrel gerechnet. die Lagerbestände an Mitteldestillaten wie Diesel und leichtes Heizöl erhöhten sich stärker als angenommen um 2,3 Mio Barrel. Hier war ein Anstieg um 0,5 Mio. Barrel erwartet worden. Die Lagerbestände an Benzin sanken unerwartet um 1,5 Mio. Barrel, während die Prognose auf ein Plus von 1,8 Mio Barrel gelautet hatte. Die Kapazitätsauslastung der US-Raffinerien belief sich auf 85,3 Prozent nach 84,8 Prozent in der Vorwoche.

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