Rohstoffe
Der Goldpreis fällt – weil der Dollar steigt

Ein etwas stärkerer Dollar bremst den Goldpreis aus. Auch andere Rohstoffe verbilligten sich. Angesichts der unklaren globalen Wirtschaftsaussichten dürfte der Goldpreis nach Einschätzung von Analysten aber nur kurz unter Druck sein.
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HB FRANKFURT. Der festere Dollar hat am Dienstag den Höhenflug des Goldpreises ausgebremst. Das als sicherer Hafen geltende Edelmetall verbilligte sich je Feinunze um 0,4 Prozent auf 1347 Dollar, nachdem der Preis in der vergangenen Woche auf ein Rekordhoch von 1364 Dollar gestiegen war.

Die US-Währung machte gegenüber dem Euro Boden gut, da Anleger spekulierten, das Volumen einer weiteren Geldspritze der US-Notenbank könnte geringer ausfallen als erwartet. Der Euro fiel zeitweise auf 1,3774 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit einer Woche.

Angesichts der unklaren globalen Wirtschaftsaussichten dürfte der Goldpreis nach Einschätzung von Analysten aber nur kurz unter Druck sein. Die Geldentwertung setze sich fort, und das Vertrauen der Marktteilnehmer in die Stabilität des Währungssystems schwinde, sagt Werner Ullmann, Geschäftsführer des auf Gold- und Rohstoffinvestments spezialisierten Investmenthauses ERA Resources. "Als Reservewährung wird Gold deshalb auch in den kommenden Jahren zunehmend Beachtung erfahren."

Der wieder erstarkte Dollar drückte am Dienstag auch auf den Ölpreis. Im Vorfeld des Opec-Treffens am Donnerstag hat Saudi-Arabien signalisiert, dass die derzeitigen Produktionskapazitäten beibehalten werden. Händlern zufolge konzentrierten sich Investoren nach dieser Aussage wieder auf die Entwicklungen am Devisenmarkt.

Mit einem stärkeren Dollar wird Öl für Investoren aus anderen Währungsräumen teurer, und deren Nachfrage sinkt. Ein Fass der US-Sorte WTI verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 81,84 Dollar. Die Nordseesorte Brent kostete 83,44 Dollar und damit 0,3 Cent weniger als im späten Vortagesgeschäft.

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