Rohstoffe
Gold weiter auf Höhenflug – Ölpreis über 61 Dollar

Schwäche des Dollars verteuert Rohstoffe. Die Preise für Gold und Industriemetalle legen kräftig zu. Beim Ölpreis machen Analysten auch fundamentale Faktoren für den Preisanstieg der vergangenen Tage verantwortlich.

HB FRANKFURT. Der Goldpreis hat am Freitag seinen Höhenflug fortgesetzt. Mit 957,80 Dollar je Feinunze notierte das gelbe Metall am Nachmittag 0,5 Prozent höher als am Vorabend und damit so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr. Händler machten für den Run auf das Gold vor allem die Dollar-Schwäche verantwortlich.

"Der Euro könnte die 1,40-Dollar-Marke nehmen, und es sorgen sich viele um das wirtschaftliche Umfeld", erklärte Robin Bhar, Analyst bei Calyon. Auch die übrigen Rohstoffpreise zogen angesichts der Dollar-Schwäche wieder an.

Die Commerzbank-Analysten verwiesen darauf, dass der Goldpreis in Euro gerechnet relativ stabil sei. Das zeige ebenfalls, dass die Schwäche der US-Währung der Haupttreiber sei. Die Feinunze kostete am Mittag mit 684,83 Euro sogar 0,2 Prozent weniger als am Vorabend. "Dies bedeutet Rückschlagsrisiken für den Goldpreis, denn von anderer Seite erfährt Gold derzeit keine nennenswerte Unterstützung", warnten die Analysten. So stagniere die Investmentnachfrage derzeit, und die Schmucknachfrage sei schwach.

Auch bei den Industriemetallen zogen die Preise auf breiter Front an. "Wie es weitergeht, hängt sehr vom Dollar ab", sagte ein Händler in London. "Sollte der Dollar weiter fallen, dann könnte der Kupferpreis bis auf 4670 Dollar steigen." Am Freitag kostete eine Tonne Kupfer mit 4602 Dollar 1,4 Prozent mehr als am Vorabend. Auch die Preise für Zink und Nickel zogen deutlich an. Lediglich Aluminium verbilligte sich weiter auf 1444 Dollar je Tonne.

Beim Ölpreis machten Analysten auch fundamentale Faktoren für den Preisanstieg der vergangenen Tage verantwortlich. So gebe es verstärkte Nachfrage aus den USA und China, den beiden größten Öl-Konsumenten. In den USA startet am Montag mit dem Memorial Day die Reisesaison, die in der Regel die Nachfrage nach Benzin anheizt. In China ist die Nachfrage im April zum Vorjahr schon wieder um 3,9 Prozent gestiegen. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI kostet mit 61,72 Dollar 1,1 Prozent mehr als am Vorabend, Brent verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 60,74 Dollar. Nachfolgend die Londoner Vormittagsfixings der wichtigsten Edelmetalle vom Freitag. Alle Angaben in Dollar je Feinunze (31,1 Gramm):

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