Rohstoffe
Ölpreis fällt weiter

Die Ölpreise fallen weiter, Meldungen über einen Anstieg der Rohöl-Fördermenge in den USA belasteten die Preise stark. Die Opec diskutiert über eine Drosselung der Fördermenge – doch eine Einigung ist schwierig.
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SingapurDie Talfahrt bei den Ölpreisen hält an. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich am Donnerstag um 0,6 Prozent auf 44,56 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI gab um 0,5 Prozent nach auf 42,30 Dollar, nachdem es zuvor auf den tiefsten Stand seit August gefallen war.

Am Vortag hatten unter anderem Meldungen über einen Anstieg der Fördermenge an Rohöl in den USA die Preise stark belastet – der Preis für Brent-Öl war erstmals seit vergangenen November unter die Marke von 45 Dollar gefallen. Nach wie vor drücken Händlern zufolge Spekulationen auf ein anhaltendes Überangebot die Kurse. Am Mittwoch hatte ein etwas stärker als erwartet ausgefallener Rückgang der wöchentlichen US-Vorräte nur vorübergehend gestützt. Nach Ansicht von Experten lastet vor allem die steigende US-Produktion auf den Kursen. „Öl ist billig, weil die USA fracken, was der Schiefer hergibt, und damit die Entscheidung der OPEC, bis März 2018 weniger zu fördern, verpufft“, sagte Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank. Nach Angaben der US-Regierung war die Fördermenge auf den höchsten Stand seit August 2015 gestiegen.

Dadurch herrscht trotz einer Förderkürzung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Markt weiterhin ein Überangebot. Die 13 Opec-Staaten und elf weitere Länder hatten im Mai eine Verlängerung ihrer Öl-Produktionsgrenze um neun Monate bis März 2018 beschlossen, um die Preise zu stabilisieren. „Es ist einfach zu viel Öl auf dem Markt“, sagte Experte Fereidun Fesharaki vom Beratungsunternehmen FGE. Nach Angaben des iranischen Ölministers Bijan Namdar Zanganeh wird innerhalb der Opec über eine weitergehende Drosselung diskutiert, wobei eine Einigung allerdings schwierig sei. Mitte 2014 hatte ein Fass Öl noch mehr als 100 Dollar gekostet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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