Rohstoffe
Ölpreis sinkt nach Wiedereröffnung von Nigeria-Pipeline

Nach der Wiedereröffnung einer von Rebellen besetzten Ölpipeline in Nigeria ist der Preis für Rohöl am Freitag gefallen.

FRANKFURT. Händler zahlten für das Barrel Nordseeöl am frühen Nachmittag 67,82 Dollar, das waren 20 Cent weniger als am Donnerstag. Für US-Leichtöl, das seine Rolle als dominierender Indikator für den Weltölmarkt zurzeit an Nordseeöl verloren hat, mussten 64 Dollar auf den Tisch gelegt werden, in etwa so viel wie tags zuvor.

Die Unsicherheit über die Zukunft der Ölanlagen im Nigerdelta in Nigeria hatten den Ölpreis zuletzt bis auf mehr als 71 Dollar getrieben. Das westafrikanische Land ist der achtgrößte Erdölexporteur der Erde. Derzeit ist wegen Sabotagen und Attacken seitens von Rebellen immer noch rund ein Drittel der Exporte aus Nigeria gefährdet.

Analysten rechnen langfristig aber wieder mit steigenden Ölpreisen. Hauptgrund dürfte eine nach jüngsten Prognosen der Wetterdienste heftige Hurrikansaison im Golf von Mexiko sein. Dort stehen entlang der Südküste der USA zahlreiche Bohrinseln und auf dem Festland die wichtigsten Raffinerien des Landes. Die Vereinigten Staaten sind der größte Ölverbraucher der Welt.

Gold profitierte am Freitag von der Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Dollar. Die Feinunze kostete am Nachmittag 663 Dollar. „Aber auch der Umstand, dass die EZB angekündigt hat, in diesem Jahr kein Gold mehr aus den Reserven auf den Markt werfen zu wollen, hilft“, sagte ein Händler.

Das gelbe Edelmetall gilt als Ersatz- und Sicherheitswährung in schwierigen Zeiten. Sollten die zahlreichen am Freitagnachmittag noch anstehenden Konjunkturdaten aus den USA den Dollar stützen, sei mit Druck auf den Goldpreis zu rechnen, sagten Analysten.

Der Preis für die Tonne Kupfer kletterte am Freitag kurzzeitig über die Marke von 7500 Dollar. „Ein Rückgang der Lagerbestände in Asien unterstützt hier“, sagte ein Händler in London. Auch in den von der London Metal Exchange beobachteten Lagern sinken die Vorräte des wichtigsten Industriemetalls kontinuierlich. Sie reichen derzeit nur noch, um gerade einmal vier Tage lang die Nachfrage des Weltmarktes zu befriedigen.

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