Rohstoffe
Ölpreis zieht wieder an

Nach Attacken auf Ölanlagen in Nigeria hat der Ölpreis am Montag wieder angezogen. Ein Fass der US-Sorte WTI verteuerte sich um knapp einen Dollar auf 133,17 Dollar. Die Nordseesorte Brent wurde um 132,79 Dollar und damit 1,22 Dollar teurer gehandelt.

rtr FRANKFURT. Im Niger-Delta haben Rebellen nach eigener Aussage eine Ölpipeline von Royal Dutch Shell gesprengt. Das afrikanische Land ist der weltweit achtwichtigste Öl-Exporteur. Attacken von einheimischen Rebellen führen seit Anfang 2006 immer wieder zu Lieferunterbrechungen. Die Aufständischen verlangen im Kern, dass die Erlöse aus den Öllieferungen mehr dem eigenen Land zugutekommen statt den ausländischen Ölkonzernen. In Europa blieb wegen eines Lecks ein Ölfeld der norwegischen StatoilHydro in der Nordsee teilweise geschlossen.

Analysten führen den jüngst heftigen Ölpreisanstieg auf zeitweise über 135 Dollar je Fass zu einem großen Teil auf spekulativ orientierte Investoren zurück. „Inzwischen wird pro Tag in etwa acht mal so viel Öl gehandelt wie tatsächlich verbraucht wird“, hat Equinet-Analyst Thomas Nagel errechnet. „Die Preisfindung findet statt mit einem Volumen, das nichts mehr mit der realen Nachfrage zu tun hat.“ Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg rechnet dennoch damit, dass sich der Ölpreis in den nächsten Wochen in Richtung 150 Dollar bewegen wird.

Der Gold-Preis pendelte sich knapp unter 927 Dollar je Feinunze ein und stabilisierte sich damit auf dem Niveau vom Wochenschluss. „Obwohl die Schwäche des US-Dollar sicherlich den Gold-Preis unterstützt, glauben wir, dass die saisonal bedingt schwache Nachfrage vor dem dritten Quartal einen starken Anstieg des Goldpreises unwahrscheinlich macht“, schreibt Weinberg in einem Marktkommentar. Dennoch blieben Gold und auch andere Edelmetalle eine attraktive Anlagemöglichkeit, vor allem als guter Inflationsschutz.

Kupfer> wurde in Shanghai zu umgerechnet 9039 Dollar je Tonne und damit knapp ein Prozent teurer als Ende vergangener Woche gehandelt. Die Metallbörse in London blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Die Warenströme dieser beiden wichtigsten Kupferterminbörsen sind nach Angaben von Analysten oft gegenläufig. Viele Händler seien aber inzwischen darauf spezialisiert, aus den regionalen Bewertungsunterschieden Gewinn zu ziehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%