Rohstoffe
Ölpreise geben erneut deutlich nach

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihren Abwärtskurs vom Vortag fortgesetzt. Im Vormittagshandel sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Rohöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) zu Juli-Auslieferung auf bis zu 126,37 Dollar.

HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Im weiteren Verlauf erholte sich WTI-Öl wieder etwas und kostete zuletzt 127,05 Dollar und damit 1,80 Dollar weniger als am Vortag. Auch die Nordseesorte Brent verbilligte sich. Der Brent-Preis sank zeitweise auf 126,04 Dollar und kostete zuletzt 126,95 Dollar. Das waren 1,36 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Dienstag.

"Die Stimmung am Ölmarkt ist am Dienstag umgeschwungen", kommentierte die Commerzbank in einer Studie. Die Preisrückgänge am Dienstag und Mittwoch von insgesamt rund sechs Dollar seien vor allem auf Befürchtungen vor einer schwächeren Ölnachfrage angesichts der drastischen Preisanstiege zurückzuführen. Bis zuletzt hatten am Ölmarkt noch Ängste um Angebotsengpässe dominiert. Allerdings richte sich der Blick nunmehr zusehends auf den Beginn der Urlaubssaison in den USA und mithin den Treibstoffverbrauch. Zudem habe das am Dienstag kräftig gesunkene US-Verbrauchervertrauen die Stimmung am Ölmarkt gedrückt.

"Dennoch erachten wir die Freude über einen Verfall der Ölpreise als verfrüht", unterstreicht die Commerzbank. Die aktuelle Korrektur sei vielmehr als Konsolidierungsphase in einem intakten Aufwärtstrend zu sehen. Rückschlagspotenzial bestehe aktuell bis etwa 125 Dollar je Barrel. Die üblicherweise am Mittwoch anstehenden Öllagerdaten aus den USA verschieben sich feiertagsbedingt auf Donnerstag.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen leicht gesunken. Nach Angaben des Opec-Sekretariat vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells am Dienstag 125,91 Dollar. Das waren 66 Cent weniger als am Montag. Am vergangenen Donnerstag war der sogenannte Korbpreis noch auf einen Rekordstand von 127,59 Dollar gestiegen. Die Opec berechnet den Korbpreis auf der Basis von 13 Sorten der Organisation.

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