Rohstoffe
Ölpreise nach Unruhen in Nigeria gestiegen

Die Ölpreise sind am Freitag gestützt durch erneute Unruhen in Nigeria gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März kostete 88,68 Dollar. Das waren 60 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag.

dpa-afx NEW YORK/LONDON/WIEN. Die Ölpreise sind am Freitag gestützt durch erneute Unruhen in Nigeria gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März kostete 88,68 Dollar. Das waren 60 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 69 Cent auf 89,20 Dollar.

Preisstützend habe die Meldung des Energiekonzerns Royal Dutch Shell gewirkt, wonach die Verschiffung von 130 000 Barrel Rohöl wegen noch nicht abgeschlossener Reparaturarbeiten an einer Pipeline eingestellt werden musste, schreibt die Commerzbank in einer Studie. Der Ausfall könnte bis zu zwei Monaten andauern. Shells Förderanlagen sind seit zwei Jahren Angriffsziel der nigerianischen Befreiungsorganisation Mend.

Darüber hinaus habe am Donnerstag ein Vertreter der Opec die Einschätzung geäußert, dass das Kartell auf der nächsten Sitzung Anfang März bereit sein müsse, die 80 Dollar Marke für Öl durch Produktionsdrosselung zu verteidigen, begründet die Commerzbank den Kursanstieg. Schwache Konjunkturdaten dürften jedoch auch in den kommenden Tagen einen Abwärtsdruck auf den Ölpreis ausüben.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist am Donnerstag leicht gesunken. Nach Angaben des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Opec-Fördergebieten durchschnittlich 84,81 Dollar. Das waren sechs Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren so genannten Korbpreis auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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