Rohstoffe
Spekulanten kehren Ölmarkt den Rücken

Der Ölpreis ist am Montag unter 60 Dollar auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten gefallen. Gegen Mittag wurde ein Barrel der führenden Nordseemarke Brent zur Lieferung im November mit 59,44 Dollar gehandelt und damit um fast einen Dollar niedriger als beim vorherigen Handelstag. Die gleiche Menge (rund 159 Liter) US-Leichtöl kostete 59,69 Dollar und damit ebenfalls knapp einen Dollar weniger.

HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Zuletzt war das Barrel am 8. März mit 59,25 Dollar niedriger gehandelt worden. Damit ist der Preis seit Anfang August um rund 17 Dollar gesunken - der größte Rückgang seit mehr als 15 Jahren. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligte sich am Montag um 1,08 Dollar auf 59,33 Dollar.

In Deutschland liegt der Preis für Treibstoff weiter auf dem Jahrestiefstand, der vor einer Woche erreicht worden war. Ein Liter Superbenzin kostete am Montag im Bundesschnitt laut Aral 1,21 Euro, ein Liter Diesel 1,07 Euro.

Zu der Entwicklung trug Analysten zufolge vor allem bei, dass BP die Produktion an seinem jüngst geschlossenen Ölfeld in Alaska schneller hochfahren will als bislang geplant. BP hatte vor wenigen Tagen angekündigt, die Förderung am Prudhoe-Bay-Feld bereits in dieser Woche wieder deutlich zu steigern. Ursprünglich war dieser Schritt erst für Ende Oktober vorgesehen.

In Prudhoe Bay sollen nun bereits in den nächsten Tagen pro Tag zusätzliche 150 000 Barrel pro Tag gefördert werden. Die Gesamtmenge steigt damit wieder auf 400 000 Barrel pro Tag, was knapp unter Kapazitätsobergrenze liegt. Vor zwei Monaten hatten Pipeline-Probleme BP gezwungen, die Fördermengen drastisch herunterzufahren. Dies hatte zum Anstieg des Ölpreises beigetragen. Prudhoe Bay ist das größte Ölfeld Nordamerikas. Dort werden rund acht Prozent des gesamten US-Öls gefördert.

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