Rohstoffe
Unruhen im Nahen Osten treiben Ölpreis

Der Arbeitskampf in Libyen lässt den Ölpreis steigen. Zwei Export-Terminals wurden bereits geschlossen. Die Angst vor Versorgungsengpässen nimmt zu und wird den Ölpreis auf hohem Niveau belassen.
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FrankfurtSpekulationen auf Versorgungsengpässe haben am Dienstag die Ölpreise in die Höhe getrieben. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 109,84 Dollar, US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 106,90 Dollar 0,7 Prozent mehr als am Vorabend.

Händler begründeten den Preisanstieg mit der Schließung der beiden größten Öl-Export-Terminals in Libyen infolge eines Arbeitskampfes. Libysche Regierungsvertreter rechnen erst für Donnerstag mit einer Einigung. Zudem wurde nach irakischen Angaben die irakisch-türkische Öl-Pipeline nach einem Bombenanschlag geschlossen.

Die Sorge um die Angebotslage führe zu hoher Nervosität, erklärte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. „Die volatile geopolitische Lage in der gesamten Nahostregion wird die Preise auf hohem Niveau halten, zumal jetzt einige ihre Bestände vor dem Winter in der nördlichen Hemisphäre auffüllen wollen“, erklärte ein Händler in London.

Allein die Öl-Ausfuhr aus Libyen hat sich in den letzten Tagen mehr als halbiert auf weniger als 500.000 Barrel Öl täglich. Noch im Juni hatte die Ausfuhr bei 1,3 Millionen Fässern täglich gelegen.

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