Rohstoffpreise
Erwartete Ernteausfälle treiben Weizenpreis

Erwartete Ernteausfälle in Europa und den USA haben den Preis für Mais und Weizen weiter in die Höhe getrieben. Der Ölpreis notierte hingegen nach seiner jüngsten Erholung unverändert.
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FrankfurtDie Erwartung einer schwachen Getreideernte in Europa und den USA hat den Mais- und Weizenpreis am Donnerstag weiter in die Höhe getrieben. Grund dafür ist laut Händlern das nass-kalte Wetter in den USA und die anhaltende Trockenheit in Teilen Europas, was zu Ernteausfällen und damit einem knapperen Angebot führen könne.

Der europäische Terminkontakt zur Lieferung von einer Tonne Weizen im November verteuerte sich in Paris um 3,2 Prozent auf 249,75 Euro und ist damit in der laufenden Woche schon um rund zehn Prozent gestiegen. In Chicago wurde das Scheffel Weizen zur Lieferung im Juli 1,2 Prozent höher mit 8,7050 Dollar gehandelt. Die gleiche Menge Mais verteuerte sich um ein Prozent auf 7,5675 Dollar. Nach Einschätzung von Ker Chung Yang, Analyst bei Phillip Futures in Singapur, haben viele US-Bauern wegen des nassen und kalten Wetters die Maisaussaat nicht im üblichen Zeitraum in die Erde bekommen - anders bei Sojabohnen, für die noch Zeit für die Aussaat bleibt. Das Scheffel Sojabohnen zur Lieferung im Juli wurde an der US-Terminbörse ICE nur 0,3 Prozent höher mit 13,8375 Dollar gehandelt.

Nach seiner jüngsten Erholung notierte der Ölpreis kaum verändert. Nordseeöl der Sorte Brent kostete 112,32 Dollar, US-Öl der Sorte WTI 100,22 Dollar. Unterstützt wurde der Ölpreis von jüngsten US-Lagerdaten, die als Zeichen für eine robuste Nachfrage im größten Verbraucherland gewertet wurden.

Bei Gold haben Anleger haben am Donnerstag Zurückhaltung am Goldmarkt geübt. Die Feinunze des Edelmetalls verbilligte sich um jeweils 0,3 Prozent auf 1492,39 Dollar beziehungsweise 1047 Euro. Händlern zufolge schwankt der Goldpreis derzeit vor allem mit dem Dollarkurs und dem Ölpreis. Die Experten der Commerzbank erwarten, dass der Goldpreis nach einer Schwächeperiode im Sommer bis zum Jahresende auf 1600 Dollar steigt. Dazu werde vor allem eine steigende Nachfrage aus China beitragen. „Wir gehen davon aus, dass sowohl die Schmucknachfrage wegen des steigenden Wohlstandes als auch die Nachfrage der Anleger vor allem wegen der Inflationsängste in China weiter zunehmen werden. Auch die chinesische Zentralbank sollte ihren Goldanteil an den Währungsreserven langfristig ausbauen“, heißt es in einem Marktkommentar der Bank.

Auch der Kupferpreis gab etwas nach, die Tonne des Industriemetalls wurde mit 9026,75 Dollar 0,4 billiger gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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