Schuldenkrise
„Es kommt nichts Gutes aus Europa“

Die Euro-Schuldenkrise belastet die Gemeinschaftswährung immer stärker. Neben Griechenland rücken spanische Regionen in den Fokus. Erstmals seit zwei Jahren ist der Kurs des Euro zeitweise unter 1,21 US-Dollar gefallen.
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FrankfurtDer Euro ist zu Wochenbeginn erstmals seit gut zwei Jahren unter die Marke von 1,21 US-Dollar gesunken. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung zeitweise 1,2091 Dollar und damit rund einen halben Cent weniger als am Freitagabend. Ein Dollar war zuletzt 0,8264 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,2200 (Donnerstag: 1,2287) Dollar festgesetzt. Zwischenzeitlich erholte sich der Euro ein wenig.

Die Euro-Schuldenkrise belastet die Gemeinschaftswährung immer stärker: Binnen Jahresfrist hat der Euro zum Dollar mehr als zwanzig Cent verloren, zum japanischen Yen liegt er auf dem tiefsten Stand seit elf Jahren. Während sich abermals die Frage nach dem Verbleib Griechenlands im Währungsraum stellt, rücken in Spanien die angeschlagenen Regionen in den Fokus. Hinzu kommen rekordhohe Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen, die die viertgrößte Euro-Wirtschaft über hohe Refinanzierungskosten immer stärker unter Druck setzen.

Am Markt wächst die Besorgnis, dass die Euroraum- Schuldenkrise sich ausweitet. Medienberichten zufolge sind die wichtigsten Geldgeber Griechenlands dem Land weitere Finanzhilfen zu gewähren. Aus Berliner Regierungskreisen heißt es, ein drittes Rettungspaket sei undenkbar und mehr Zeit zur Erfüllung der Reformen solle Griechenland auch nicht eingeräumt werden. Vize-Kanzler Philipp Rösler sagte gegenüber der ARD, wenn Griechenland seine Auflagen nicht mehr erfülle, könne es keine weiteren Zahlungen geben.
Die Troika der internationalen Gläubiger - Europäische Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds - wird am Dienstag in Athen eintreffen, um die Fortschritte des Landes bei der Erfüllung der Kriterien für die Hilfsgelder zu beurteilen. Der IWF werde einem Bericht des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel' zufolge die Hilfszahlungen an Griechenland einstellen, da es bereits klar sei, dass das Land die Zusicherung, die Verschuldung bis 2020 auf 120 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt zu senken, nicht erfüllen kann.

“Beim Euro gehen nie die Gründe für Verkäufe aus”, sagte Kengo Suzuki, Devisenstratege bei Mizuho Securities Co. in Tokio. “Der Yen dürfte als geringstes Übel unter den großen Währungen weiterhin stark bleiben.” Der Yen stieg zum Euro um 1,1 Prozent auf 94,41 Yen. In der Spitze zog er auf 94,35 Yen an, den höchsten Wert seit November 2000. In Relation zum Dollar verteuerte sich die japanische Devise um 78,09 Yen. Der Schweizer Franken war gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung bei 1,2010 Franken kaum verändert. Zum Dollar büßte der Franken 0,5 Prozent auf 99,30 Rappen ein. "Es kommt nichts Gutes aus Europa, und das hält den Euro unter Druck", sagte Yuji Saito, Devisenexperte bei der Credit Agricole.


 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenkrise: „Es kommt nichts Gutes aus Europa“"

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  • Wenn die Krise erstmal hier angekommen ist, ich meine spürbar, dann werden die Nazis wieder... oh gibt es da etwa eine Zusammenhang. Damals war auch die Währung so ziemlich am Ende und dann kamen...oh oh und wir haben Nichts gelernt. Der Kapitalismus funktioniert nicht ohne Krise weil es kein unbegrenztes Wachstum gibt und die Leidtragenden sind immer die... Banken ach
    nein, sorry die werden ja gerettet wenn sie Not leiden
    Bürger ja Bürger so heißen die Dummen....

  • Er lügt nur, weil man ihm einen Job beim ESM... nein nicht doch...

  • Ja, ja, Mad Max läßt schön grüßen aus der Endzeit. Nur der dachte es geht im Endkampf um so was wichtiges wie Rohstoffe.
    Ansonsten sehe ich den Euro in ähnlicher Verfassung wie die Nazis im März 1945 - also kurz vor dem Ende!
    Schöne Grüße aus Bayern

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