Steigende Nachfrage erwartet
Ölpreise profitieren von chinesischen Exporten

Nachdem die Ölpreise zuletzt unter Druck standen, können sie nun zulegen: Grund dafür sind Exportdaten aus China. Der chinesische Außenhandel nahm stärker zu als erwartet, nun wird auf steigende Ölnachfrage spekuliert.
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SingapurDie Ölpreise haben am Montag von einer starken Zunahme des chinesischen Außenhandels profitiert und etwas zugelegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 83,89 US-Dollar. Das waren 50 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 38 Cent auf 79,04 Dollar.

Am Ölmarkt werde auf eine steigende Ölnachfrage in China nach überraschend starken Exportdaten spekuliert. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt waren die Ausfuhren im Oktober laut Daten vom Wochenende um 11,6 Prozent gestiegen.

Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 10,6 Prozent erwartet. Die Exportdaten hätten Hinweise auf eine stärkere konjunkturelle Entwicklung in China gezeigt, hieß es weiter. Zuletzt hatte die Sorge vor einem Überangebot auf dem Weltmarkt die Ölpreise stark belastet.

Für Unruhe sorgte die Lage in Libyen. Am Wochenende war mit El Feel die dritte libysche Ölanlage innerhalb einer Woche geschlossen worden. Das Ölfeld El Feel wird von dem staatlichen Ölforderer NOC und dem italienischen Konzern Eni betrieben. Zuvor hatten Bewaffnete das Ölfeld El Scharara angegriffen und die dortige Produktion unterbrochen. Außerdem wird der Ölhafen Hariga blockiert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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