Trotz Verlusten
Paulson klammert sich an sein Gold

Der Milliardär John Paulson hatte gerade erst im großen Stil Gold gekauft. Das war kein Glücksgriff – denn kurz darauf erlebte das Edelmetall den größten Preiseinbruch seit 30 Jahren. Trotzdem schichtet Paulson nicht um.
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New YorkMilliardär und Hedge-Fonds-Manager John Paulson hat seine Anteile am größten mit Gold unterlegten börsengehandelten Produkt beibehalten. Paulson & Co., der größte Investor beim SPDR Gold Trust, kam mit Stand zum 30. Juni auf 10,23 Millionen Anteile. Das geht aus einer Pflichtmitteilung hervor. Damit waren die Anteile das vierte Quartal in Folge unverändert.

Paulson hatte erstmals 2009 im größeren Stil in Gold investiert. Er glaubte, dass das Edelmetall wegen der beispiellosen Konjunkturprogramme an Wert gewinnen wird. Aber im vergangenen Jahr brach der Goldpreis um fast 30 Prozent ein. Das war das größte Minus in drei Jahrzehnten. Daraufhin schien Paulson seine Meinung geändert zu haben. Im November sagte er Kunden, er persönlich würde nicht mehr Geld in den Gold-Fonds investieren.

In diesem Jahr stieg der Goldpreis um 9,3 Prozent . Das Edelmetall entwickelte sich damit besser als Aktien und Anleihen. Hinter der Rally standen etwa geopolitische Krisen im Nahen Osten und in Osteuropa. Anleger flüchteten in Gold auf der Suche nach einem sicheren Hafen.

Lance Roberts, Chef-Stratege bei STA Wealth, warnte allerdings davor, dass sich der Status als sicherer Hafen bald verflüchtigen könnte. Wegen der Stärke der US-Wirtschaft stehe die Fed vor Zinserhöhungen. Auch Goldman Sachs rät vom Goldkauf ab.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Mir fehlt der Hinweis, daß gerade diese "Goldman Sachs Group Inc." laut gleicher SEC-Pflichtmitteilung die eigenen Goldbestände um 39,45% erhöht hat.
    Oder JP Morgan Chase & Co um 49,44%.
    Für etwas angeblich wertloses oder sicher im Preis sinkendes eine überraschende Handlung.

  • Wer hier über langfristig (1930-2014 98 %)faselt sollte wissen: Langfristig sind wir alle tod!
    Solange wir noch nicht mal das Wetter der nächsten Woche erkennen können, solange werden die Anleger kurzfristig denken. Geschweige denn einen Anlagehorizont von mehr als 5 Jahren erkennen und realisieren!

  • "Würde" = "Wenn ich welches hätte". Köstlich...

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