Vor EU-Gipfel
Euro legt erstmals nach drei Tagen wieder zu

Der Euro konnte am Morgen die Marke von 1,25 US-Dollar überspringen. Die Anleger blicken auf den Euro-Gipfel, bei dem um Euro-Bonds und Hilfen der EZB gestritten wird. Italien gibt zudem Anleihen heraus.
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FrankfurtDer Euro hat heute erstmals nach drei Tagen mit Abgaben gegenüber dem Dollar aufgewertet. Die Gemeinschaftswährung legte um 0,3 Prozent zu auf 1,2503 Dollar je Euro. Der Risikoappetit überwog nach deutlichen Kursgewinnen an den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag und dem festen Handelsschluss der US-Börsen am Vorabend.

„Die Märkte neigen sich heute dem Risiko zu, wir sehen die Aktiennotierungen steigen“, sagte der Analyst Junichi Ishikawa. „Das führt rundum zu Dollarschwäche.“

Heute blicken die Anleger gespannt nach Brüssel, wo sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder treffen, um über das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise zu beraten. Konflikte sind programmiert: Südeuropäische Länder wie Spanien und Italien fordern weitere Krisenmaßnahmen wie eine gemeinsame Schuldenaufnahme oder massive Anleihekäufe der EZB. Die größte Euro-Wirtschaft Deutschland lehnt derartige Vorschläge strikt ab.

Unterdessen wird Italien am Vormittag zum dritten Mal in dieser Woche frisches Geld aufnehmen. Das krisengeschwächte Land wird zwei Staatsanleihen mit fünf- und zehnjähriger Laufzeit versteigern. An dem Trend steigender Zinskosten trotz guter Nachfrage dürfte sich nicht viel ändern.

Vom Risikoappetit profitierten am Donnerstag auch der australische und neuseeländische Dollar weiter. Zum Euro legte der Aussie 0,1 Prozent zu und notierte bei 1,2361. Zum neuseeländischen Dollar verlor die Gemeinschaftswährung 0,2 Prozent. Zum Dollar waren beide Devisen den dritten Tag in Folge gesucht.

Der Franken war zum Euro unverändert bei 1,2010. Zum Dollar legte der Franken 0,3 Prozent zu und notierte zuletzt bei 95,99 Rappen.

Der Yen notierte zum Dollar 0,4 Prozent fester bei 79,43 Yen je Dollar. Zum Euro war der Yen geringfügig fester bei 99,36 Yen je Euro. Auf Quartalssicht bewegt sich der Euro zum Yen auf die größten Verluste seit den drei Monaten bis Ende September 2011 zu. Die Gemeinschaftswährung hat inzwischen über elf Prozent an Wert verloren. Im dritten Quartal 2011 hatte die Aufwertung des Yen zum Euro 13,3 Prozent erreicht. Damit geht die Yen-Rally in längerfristiger Perspektive unvermindert weiter: Nach Kursgewinnen von 18,6 Prozent zum Euro 2010, lag sie 2011 bei 8,1 Prozent, zeigen Bloomberg-Daten weiter.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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