Währung unter Druck
Euro fällt nach Rede von Fed-Chefin

Die Stimmung am Devisenmarkt bleibt nervös: Das griechische Parlament muss Regierungschef Alexis Tsipras eine Mehrheit für den Kompromiss des Euro-Krisengipfels liefern. Auch die Reden von Janet Yellen belastete.
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FrankfurtNach einer Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen zur künftigen Zinspolitik ist der Euro am Mittwochnachmittag gefallen. Zwischenzeitlich sank er bis auf 1,0935 US-Dollar und erreichte damit den tiefsten Wert seit gut einer Woche. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1009 (Dienstag: 1,1031) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,9084 (0,9065) Euro.

Der Kursrückgang setzte ein, nachdem Yellen in einer Rede vor dem US-Repräsentantenhaus die Erwartung einer Zinswende noch in diesem Jahr bestätigt hatte. Der Dollarkurs legte daraufhin deutlich zu. Zurzeit rechnet eine Mehrheit von Experten mit einem ersten Zinsschritt nach der Finanzkrise im September.

Ungeachtet der Entwicklungen in den USA könnte im weiteren Verlauf die Krise rund um Griechenland Einfluss auf den Eurokurs haben. Am Vormittag war bekanntgeworden, dass die EU-Kommission konkret an einer Brückenfinanzierung arbeitet, um Griechenland bis zu einer möglichen ESM-Hilfe Luft zu verschaffen. Die entscheidende Abstimmung zu dem neuen Spar- und Reformprogramm im griechischen Parlament soll gegen 23.00 Uhr deutscher Zeit beginnen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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