Währungen
Dollar vor Fed-Entscheidung unter Druck

Am Abend wird die Zinsentscheidung der US-Notenbank erwartet. Die Erwartung, dass die Fed weiter an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten wird, belastet den Dollar. Der Euro gewinnt.
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FrankfurtSpekulationen über die Geldpolitik in den USA und Europa haben am Maifeiertag den Takt an den Finanzmärkten vorgegeben. Die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed weiter an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten wird, belastete den Dollar und drückte ihn im Vergleich zu einem Währungskorb auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten. Am Abend wird die Zinsentscheidung der US-Notenbank erwartet.

Auch zum Euro gab die US-Währung etwas nach und die Gemeinschaftswährung konnte auf 1,3228 klettern, nachdem sie am Vortag zeitweise noch weniger als 1,31 Dollar gekostet hatte. Die US-Börsen werden wie gewohnt öffnen.

In Europa werden Zinsen in den kommenden Tagen ebenfalls das zentrale Thema bleiben: Viele Analysten rechnen damit, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent senken wird. Bis auf London blieben am Mittwoch allerdings die meisten wichtigen Börsenplätzen in Europa geschlossen.
In London notierte der Leitindex FTSE gegen Mittag 0,7 Prozent höher bei 6473 Punkten. Angeschoben wurde der Index von Kursgewinnen der Aktien des Bergbaukonzerns Antofagasta. Die Papiere kletterten um rund zwei Prozent, nachdem das Unternehmen solide Produktionszahlen veröffentlicht hatte. In Asien wurde ebenso gehandelt wie an den Devisenmärkten. Der Nikkei -Index in Tokio schloss - belastet von enttäuschenden Quartalszahlen einiger Unternehmen - 0,2 Prozent niedriger.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Währungen: Dollar vor Fed-Entscheidung unter Druck"

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  • Egal, weiter kaufen, kaufen, kaufen.

    Es gibt keine Alternative zu Aktien.

    Dow 20.000 und Dax 9.000 bis Jahresende. Ben & Mario sei Dank. They are my heroes...

  • Paul Volcker hatte es zu Beginn der 1980er Jahre geschafft, die Zahnpasta wieder in die Tube zu bringen, als er die Prime Rate auf bis zu 20% hinauf katapultierte. Damit brachte er damals die Dollar-Starkinflation zum Stillstand. Die Realwirtschaft war aber in dieser Zeit noch weitestgehend gesund, und die private und öffentliche Verschuldung war gering. Vor allem gab es aber noch keine finanzielle Massenvernichtungswaffe wie wie die 1 Billiarde (1.000.000.000.000.000) USD Derivate-Bombe. Bei einem stärkeren Zinsanstieg würde diese Bombe sehr rasch hochgehen mit der Folge: Cascading Defaults der Systembanken, und das war es dann - oder wie es ein US-Finanzblog in Anlehnung an Stieg Larsson formulierte: "Armageddon was yesterday - today we have a serious problem."

  • Aus der Vergangenheit können nur diejenigen etwas lernen, die Zugang zur Wahrheit haben. Die FED tut das, was sie immer getan hat ohne zu erkennen und ohne zu lernen. Das wird letztendlich ihr Untergang sein.

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