Währungen
Euro fällt unter 1,44 Dollar

Das Misstrauen gegenüber dem Euro ist nach wie vor groß - doch angesichts des Schuldenstreits in den USA bleibt die Währung vergleichsweise stabil.
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FrankfurtDer Kurs des Euro hat sich am Montag nicht über der Marke von 1,44 US-Dollar halten können. Bereits im frühen Handel geriet die Gemeinschaftswährung im Zuge der abgestuften Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die US-Ratingagentur Moody's unter Abgabedruck. Im Verlauf erholte sich der Euro und stieg wegen des noch immer ungelösten Schuldenstreits in den USA über 1,44 Dollar. Zuletzt stand der Euro bei 1,4350 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,4380 (Freitag: 1,4391) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6954 (0,6949) Euro.

Händler sprachen insgesamt von einem ruhigen Handel. „Wir befinden uns beim Euro in etwa dort, wo wir am Freitagabend in New York aufgehört haben“, sagte Andreas Ertl, Devisenexperte beim Hamburger Bankhaus M.M.Warburg. „Investoren kaufen derzeit weder den Euro noch den Dollar. Sie suchen stattdessen angesichts des nach wie vor offenen Ausgangs im Streit um die Anhebung der US-Schuldengrenze eher sichere Häfen wie den Franken.“ Die schweizerische Währung stand denn am Montag auch ganz oben auf den Kaufzetteln der Händler.

Der US-Dollar stehe zur Zeit stark unter Druck, ergänzte Ertl. Dies dürfte auch erst einmal so bleiben, denn „selbst wenn sich Demokraten und Republikaner noch rechtzeitig vor der Frist am 2. August auf eine höhere Schuldengrenze einigen und damit eine Zahlungsunfähigkeit der USA abwenden, bedeutet dies noch längst keine nachhaltige Lösung der US-Haushaltslage.“ Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88250 (0,88270) britische Pfund, 112,46 (112,83) japanische Yen und 1,1563 (1,1789) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.613,50 (1.602,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35.630,00 (34.890,00) Euro.

 

 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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