Währungen
Euro greift 1,45 Dollar an

Viel fehlt dem Euro nicht mehr bis zur Marke von 1,45 Dollar. Experten rechnen mit einem weiteren Vormarsch. Noch stärker entwickelt sich allerdings der Yen.
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FrankfurtDer Euro notierte um 1,4440 Dollar und damit knapp über dem späten Vortagesniveau. Experten gehen davon aus, dass die europäische Währung weiter Stärke zeigen wird.

"Die Währung von nahezu jeder Zentralbank, die sich zum Thema Zinserhöhung in diesem Umfeld offen zeigte, hat sich stark entwickelt - weil Geld nun mal zu höher rentierenden Anlagen fließt", sagte Kit Juckes, Chef der Devisenanalyse bei Société Générale, gegenüber Bloomberg.

In Europa wurden die Leitzinsen vergangene Woche angehoben. In den USA dürfte sich die Federal Reserve dagegen mit einer Leitzinserhöhung solange zurückhalten, bis ihr 600 Milliarden. Dollar schweres Aufkaufprogramm für US-Staatsanleihen gegen Ende Juni ausgelaufen ist. "Die Fed will die Zinsen so niedrig halten wie es nur irgendwie geht, und das so lange wie es nur irgendwie geht", sagte Juckes.

Der Yen hat am Dienstagmorgen gegenüber Euro und Dollar an Boden gewonnen. Zur Gemeinschaftswährung stieg er um knapp ein Prozent, für einen Euro mussten nur noch 121,20 (spätes Vortagesgeschäft: 122,17) Yen gezahlt werden. Für einen Dollar wechselten 84,13 (84,66) Yen den Besitzer. Händlern zufolge nahmen spekulativ agierende Anleger ihre in den vergangenen Tagen erzielten Gewinne mit.

Der Bund-Future lag 37 Ticks höher bei 120,27 Zählern. Händler begründeten die Nachfrage mit einer wieder gestiegenen Unsicherheit nach dem neuerlichen Nachbeben in Japan sowie der nun offiziellen Einschätzung, dass die Atomkatastrophe in Fukushima ebenso schlimm ist wie Tschernobyl.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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