Wechselkurs
Schweizer Notenbank hält an Mindestkurs fest

Koste es, was es wolle. Die Schweizerische Nationalbank hält am Mindestkurs fest. Der Franken sei zu hoch bewertet und belaste die Schweizer Wirtschaft. Doch auch das schleppende Wirtschaftswachstum drückt die Stimmung.
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ZürichDie Schweizer Notenbank hat die vor einem Jahr eingeführte Wechselkurspolitik gegenüber dem Euro bekräftigt. "Die Schweizerische Nationalbank behält den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro unverändert bei und wird ihn auch in Zukunft mit aller Konsequenz durchsetzen", teilte die SNB am Donnerstag in ihrer Lagebeurteilung mit. Der Franken sei nach wie vor hoch bewertet und belaste die Schweizer Wirtschaft. Das Zielband für ihren Leitzins Dreimonats-Libor ließ die SNB unverändert bei 0,0-0,25 Prozent.

Die Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr nahm die SNB zurück. Die Schweizer Währungshüter rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dieses Jahr um "rund ein Prozent" wachsen wird. Im Juni hatte die SNB noch ein Wachstum von 1,5 Prozent veranschlagt. Infolge der schleppenden Weltwirtschaft und der Eurokrise war die Schweizer Wirtschaft im zweiten Quartal überraschend leicht geschrumpft.

Der Druck auf die Preise in der Schweiz dürfte anhalten. Die SNB rechnet damit, dass das Preisniveau dieses Jahr um 0,6 Prozent sinkt. Im Juni hatte sie noch einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet. Für 2013 rechnen die Währungshüter dann mit einer Teuerung von 0,2 Prozent, die sich 2014 auf 0,4 Prozent erhöhen dürfte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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