Wirtschaftswachstum verlangsamt sich in der gesamten Euro-Zone
Ölpreis steigt weiter

Der Höhenflug des Rohölpreises reißt nicht ab. Am Freitag näherte sich der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent in London mit 55,76 Dollar seinem erst im März erreichten Höchststand von 56,15 Dollar an. Am Morgen kostete ein Barrel Brent-Öl 55,68 Dollar und damit 64 Cent mehr als am Vortag. Auch die Notierung für Öl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte am Freitag zu.

HB NEW YORK/LONDON. Am Donnerstag war der Preis für US-Öl zeitweise bis auf 56,10 Dollar geklettert. Die alte Rekordmarke bei 57,60 Dollar, die erst Mitte März erreicht worden war, ist Händlern zufolge damit wieder in Reichweite gerückt. In einer Studie hatte Goldman Sachs weiter steigende Ölpreise prognostiziert. Die Experten sehen den Ölpreis getrieben von einer wachsenden Nachfrage vor allem aus China und den USA am Beginn einer mehrjährigen Hausse. Dadurch könnte die Notierung bis auf 105 Dollar je Barrel klettern, hieß es.

Unterdessen ist der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wieder über die Marke von 50 US-Dollar gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag lag der Durchschnittspreis für OPEC-Sorten am Donnerstag bei 50,23 US- Dollar für ein Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte das Barrel OPEC- Rohöl noch 48,80 US-Dollar gekostet.

Der neuerliche Anstieg des Ölpreises hat am Donnerstag auch die Stimmung an der Wall Street getrübt. Solide Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben in den USA und ein überraschend deutlicher Anstieg des Einkaufsmanagerindex der Region Chicago konnten sich dagegen nicht durchsetzen. Die Daten hätten auch deshalb wenig Beachtung gefunden, weil die Anleger auf die Arbeitsmarktdaten für März warteten, die am Freitag veröffentlicht werden, erklärten Marktbeobachter.

Der Ölpreis wird auch als ein Grund genannt, warum das Wachstum in Deutschland und in der gesamten Euro-Zone sich im März deutlich verlangsamt hat und fast zum Stillstand gekommen ist. Auch der anhaltende Stellenabbau wird auf den hohen Ölpreis zurückgeführt. Die Kosten kletterten wegen des teuren Öls und der Rohstoffe weiter deutlich, wenn auch so langsam wie seit rund einem Jahr nicht mehr.

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