Yen-Anstieg
Japans Regierung will Yen-Höhenflug beenden

Der starke Yen belastet die japanische Wirtschaft. Die Regierung ist besorgt. Sie droht weitere Eingriffe am Devisenmarkt an. Aber macht sie wirklich ernst oder bleibt es bei der "verbalen Intervention"?
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TokioNach dem Yen-Rekordhoch vom Freitag verdichten sich die Anzeichen für eine abermaliges Einschreiten der japanischen Regierung. Die Regierung werde entschlossen eingreifen, wenn nötig, sagte der japanische Ministerpräsident Naoto Kan am Montag in Tokio.

Zuvor hatte bereits Finanzminister Yoshihiko Noda eine weitere Intervention angedeutet: „Wir schließen keine Schritte aus und werden notfalls entschieden handeln.“

Die japanische Regierung hatte sich bereits Anfang August gegen den Yen-Höhenflug gestemmt und direkt am Devisenmarkt eingegriffen. Die Experten der Credit Suisse gehen davon aus, dass die Regierung bald wieder einschreiten wird. „Der Effekt der verbalen Intervention Nodas wird nicht lange anhalten“, sagte Credit-Suisse-Analyst Koji Fukaya der Nachrichtenagentur Bloomberg. Angesichts der anhaltenden Stärke des Yen könne die Intervention jederzeit erfolgen.

Der starke Yen liegt wie ein Mühlstein auf der stark von Exporten abhängigen japanischen Wirtschaft, da sie für ihre Produkte im Ausland weniger erlöst oder die Preise erhöhen muss. So sieht zum Beispiel der Autobauer Toyota einen Dollar unter der Marke von 80 Yen als Wachstumsbremse an. Zum Vergleich: Mitte 2007 mussten für einen Dollar noch mehr als 120 Yen gezahlt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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