Yuan
China bremst Aufwertungs-Phantasie

Der chinesische Yuan war vergangene Woche - gemessen am US-Dollar - so teuer wie noch nie. Doch der Trend wird sich so nicht fortsetzen, warnt die chinesische Regierung. Dem Drängen aus dem Ausland nach einer Aufwertung des Yuan werde man nicht nachgeben.
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HB PEKING. Die rasche Yuan-Aufwertung der vergangenen Wochen wird nach offizieller chinesischer Ansicht nicht von Dauer sein. Die Wirtschaft sei weder in China noch weltweit so gestärkt, dass sie einen schnellen Aufwärtstrend rechtfertigen würde, sagte ein chinesischer Wissenschaftler in der staatlichen Zeitung "Renmin Ribao" vom Montag.

Der chinesische Außenhandelsüberschuss dürfte zudem in Kürze seinen Höhepunkt erreichen, sagte Wang Jun von der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften. Damit werde der Aufwertungsdruck abnehmen. Wang betonte, China dürfe und werde sich in der Währungspolitik nicht dem Drängen aus dem Ausland beugen.

Der Volksrepublik wird vorgeworfen, den Kurs ihrer Währung künstlich niedrig zu halten und sich so Exportvorteile zu verschaffen. Am Freitag hatten die USA auf eine Verschärfung des Währungsstreits verzichtet: Das Finanzministerium in Washington verschob die Veröffentlichung seines Devisenberichts und damit die Entscheidung, ob die USA China erstmals seit 16 Jahren offiziell der Manipulation von Wechselkursen bezichtigen.

Die chinesische Währung war am selben Tag auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Am Montag fiel der Yuan aber wieder und wurde zum Dollar bei 6,6469 gehandelt. Im Juni hatte China die Dollar-Bindung des Yuan gelockert, der seitdem um insgesamt 2,7 Prozent gestiegen ist.

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