Bayer
Covestro soll angeblich im Herbst an die Börse

Bereits im Oktober, so ein Insider, soll Bayers Kunstoffsparte Material Science unter dem namen Covestro an die Börse gehen. Derzeit würden noch Bankhäuser für die Mithilfe beim Aktienverkauf gesucht.
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FrankfurtBayer will seine vor der Abspaltung stehende Kunststoffsparte Insidern zufolge bis zum Herbst börsenreif haben. „Das Unternehmen will alles fertig haben, um ab dem 1. September auf den Knopf drücken zu können, wenn das Marktumfeld stimmt“, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Der Börsengang würde dann einen Monat später, also Anfang Oktober, stattfinden. In der Regel dauert es von der Ankündigung eines Börsengangs etwa vier Wochen bis zum Debüt auf dem Parkett. Die Vorbereitungen sollen bis Ende August abgeschlossen sein, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Dazu gehört, dass Bayer in den nächsten fünf bis sechs Wochen eine Präsentationen vor Analysten plane, damit diese erste Anhaltspunkte für den Wert des Unternehmens gewinnen könnten.

Ein Bayer-Sprecher wolle sich dazu nicht äußern. Er bekräftigte aber, dass der Pharma- und Chemiekonzern seine Kunststoffsparte MaterialScience bis spätestens Mitte 2016 an die Börse bringen wolle. Im zweiten Halbjahr solle die Entscheidung fallen, ob dies über einen klassischen Börsengang oder eine Abspaltung geschehe. Der Vorstand hatte schon Präferenzen für eine Platzierung am Kapitalmarkt geäußert. Die wirtschaftliche und rechtliche Trennung soll bis zum 1. September abgeschlossen sein, dann wird die Sparte auch unter dem neuen Namen Covestro firmieren.

Mit der Organisation des Börsengangs hatte Bayer bereits vor einigen Monaten Morgan Stanley und die Deutsche Bank beauftragt. Nun sei der Konzern dabei, auch die Institute in der zweiten Reihe auszuwählen, die helfen sollen, die Aktien zu verkaufen, sagten die Insider. Die besten Chancen hätten dabei JP Morgan, Citi und UBS. Offizielle Mandate seien aber noch nicht vergeben worden. Die Banken wollten sich dazu nicht äußern.

Der Hunger der Anleger auf Rendite scheint an den Börsen derzeit größer zu sein als die Angst vor einem Absturz. Die Liste der Börsenkandidaten für das zweite Halbjahr wird derzeit länger und länger.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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