Aktien Asien
Börsen in Fernost legen zu

Der weltweite Hoffnung auf eine langsame Erholung der Konjuntur treibt auch die Aktienmärkte in Asien. Hongkong, Shanghai, Taiwan und Singapur lagen bei Börsenschluß bis zu 1,5 Prozent im Plus. Feiertage in Japan und Südkorea sorgen aber für reduzierte Handlesumsätze.

HONGKONG. Optimismus in Asien: Die Börsen in Fernost haben dank Hoffnungen auf eine baldige Erholung der Weltkonjunktur etwas zugelegt. Nach positiven Anzeichen aus Asien gab es auch Hoffnungen, in der weltgrößten Volkswirtschaft Amerika könne sich der Abschwung verlangsamen. Jeffrey Lacker, Direktoriumsmitglied der US-Notenbank Fed, erklärte am Vorabend, die Rezession in den USA werde noch in diesem Jahr überwunden sein. Zwar schrumpfe die Wirtschaft weiter, erklärte Lacker. Offenbar habe sich aber das Tempo verlangsamt und die Talsohle werde im späteren Jahresverlauf erreicht.

Die Märkte in Hongkong, Shanghai, Taiwan notierten weniger als ein Prozent im Plus, in Singapur kletterten die Kurse um rund 1,5 Prozent. Aufgrund von Feiertagen in Japan in Südkorea blieben die Umsätze im asiatischen Börsenhandel dünn. Die Tokioter Börse hat bis einschließlich Mittwoch geschlossen, die Märkte in Südkorea werden am Mittwoch den Handel wieder aufnehmen. Am Vorabend hatten die US-Börsen beflügelt von Bankentiteln und Konjunkturdaten deutliche Gewinne verzeichnet. Der Leitindex Dow Jones gewann 2,6 Prozent auf 8 426 Punkte.

Die Stresstests der US-Regierung haben nach Informationen aus Kreisen ergeben, dass etwa zehn von 19 Großbanken mehr Kapital benötigen. Die exakte Zahl der Geldhäuser, die sich mehr Geld beschaffen müsse, sei noch unklar, verlautete am Montag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Die Finanzinstitute sollen die Ergebnisse am Dienstag erhalten. Ein Experte geht davon aus, dass unter anderen die Citigroup und die Bank of America zu den Geldhäusern gehören dürften, die ihren Kapitalpuffer aufbessern müssten.

Er glaube nicht, dass die Ergebnisse des Stress-Tests den durch zunehmenden Konjunktur-Optimismus ausgelösten Aufwärtstrend an den Börsen stoppen würden, sagte Ivan Leung, Investment-Stratege von JPMorgan. Banktitel gehörten in Asien zu den größten Gewinnern. In Hongkong legten die Papiere von HSBC 1,4 Prozent zu.

Der Dollar reagierte positiv auf die Nachrichten und erholte sich wieder etwas von seinem Sechs-Wochen tief. Die europäische Einheitswährung verbilligte sich zum Greenback etwas auf 1,3369 Dollar nach 1,3396 Dollar im späten US-Handel. Zum Yen notierte die US-Währung nahezu unverändert bei 98,78 Dollar.

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