Aktien Deutschland
Dax knackt 8000er-Marke

Der Dax hat die 8000-Punkte-Marke überschritten. Die überraschend positiven Daten vom US-Arbeitsmarkt beflügelten den Index, er schloss bei 8002,18 Zählern. Auf Wochensicht erreichte er einen Aufschlag von 1,92 Prozent.

HB FRANKFURT. Die meisten deutschen Aktien haben am Freitag nach überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten etwas fester geschlossen. Der DAX stieg über die 8000-Punkte-Marke und legte schließlich um 0,72 Prozent auf 8002,18 Zähler zu. Auf Wochensicht bedeutete dies einen Aufschlag von 1,92 Prozent. Für den MDAX ging es um 0,90 Prozent auf 10 631,37 Zähler hoch. Der TecDAX scheiterte knapp an der Marke von 1000 Punkten und kletterte schließlich um 0,88 Prozent auf 997,51 Zähler.

Die Revision der US-Beschäftigtenzahlen für August nach oben sei eine große Überraschung gewesen und habe den DAX in die Höhe schließen lassen, sagte Helaba-Marktstratege Christian Schmidt. Aktien der Deutsche Börse stiegen an der DAX-Spitze um 4,64 Prozent auf 105,15 Euro, und Titel von Volkswagen rückten um 4,38 Prozent auf 167,97 Euro vor. Händler verwiesen auf Spekulationen, dass beide Titel für Endesa und ABN Amro in den europäischen Leitindex EuroSTOXX 50 aufrücken könnten, sollten diese Unternehmen übernommen werden oder fusionieren.

Anteile der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft verteuerten sich nach positiven Analystenkommentaren um 0,97 Prozent auf 135,70 Euro. Titel von Hannover Rückversicherung gerieten hingegen im MDAX unter Druck und verloren 2,59 Prozent auf 36,10 Euro. Die Experten von JP Morgan hatten ihre Gewinnerwartung für den Rückversicherer um fünf Prozent gesenkt. Infineon-Papiere gaben 2,28 Prozent auf 11,14 Euro ab. Händler verwiesen auf die Senkung der Prognose der US- Technologieberatung Gartner für die weltweiten Ausgaben für Halbleiterausrüstungen im Jahr 2008 um 4,3 Prozent. Titel von Premiere schossen in dem freundlichen Marktumfeld um 7,12 Prozent auf 16,70 Euro in die Höhe und waren damit Favorit der Anleger im MDAX. Anteile von Klöckner & Co verbilligten sich nach der Gewinnwarnung des schwedischen Konkurrenten BE GROUP um 3,72 Prozent auf 50,28 Euro und setzten sich damit ans Index-Ende.

In Folge stark fallender Nickelpreise habe auch der Edelstahlpreis deutlich gelitten, so das Unternehmen. Hohe Lagerbestände bei sinkenden Preisen hätten zu einer außerordentlichen Belastung im dritten Quartal geführt. Mit Blick auf die anderen Börsen gewann der EuroSTOXX 50 0,79 Prozent auf 4455,31 Punkte. Die Aktienmärkte in Paris und London schlossen ebenfalls mit Aufschlägen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) und die US-Technologieindizes verzeichneten zum Börsenschluss in Europa Gewinne. Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,27 (Vortag: 4,32) Prozent. Der Rentenindex stieg um 0,19 Prozent auf 114,99 Punkte. Der Bund Future fiel hingegen um 0,52 Prozent auf 112,39 Zähler. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4136 (Donnerstag: 1,4109) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7074 (0,7088) Euro.

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