Aktien New York
US-Börsen schließen mit leichten Verlusten

Schlechte Konjunkturdaten haben den Investoren vor dem langen Wochenende an der New Yorker Börse die Stimmung verhagelt und die meisten Aktienkurse am Freitag ins Minus gedrückt.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones verlor 0,23 Prozent auf 12 348,21 Punkte. Im Wochenvergleich stieg er damit 1,36 Prozent. Der marktbreite S & P-500-Index stieg um 0,08 Prozent auf 1 349,98 Zähler. Der Nasdaq Composite gab um 0,46 Prozent auf 2 321,80 Punkte nach. Er stieg im Wochenvergleich 0,73 Prozent. Der Nasdaq 100 fiel um 0,40 Prozent auf 1 780,38 Punkte. Am Montag bleiben die US-Börsen wegen eines Feiertags, dem "President"s Day", geschlossen.

In den USA sank das von der Universität von Michigan ermittelte Konsumklima im Februar überraschend deutlich. Der Index der Uni Michigan gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der private Konsum ist die wichtigste Konjunkturstütze der größten Volkswirtschaft der Welt. Angesichts der Sorgen vor einer Rezession in den USA steht der Konsum besonders im Blick. Der Empire-State-Index für Februar, der die Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe im US-Bundesstaat New York misst, enttäuschte die Investoren schon vor Börsenstart. Er rutschte erstmals seit Mai 2005 in negatives Terrain und fiel zudem deutlich schwächer aus als erwartet.

An der Nasdaq gaben die Chiptitel nach einem negativen Analystenkommentar noch deutlicher nach als die übrigen Technologiewerte. Die PC-Sektor beginne unter der schwächelnden US-Konjunktur zu leiden, schrieb Deutsche-Bank-Analyst Arnab Chanda in einer Studie. Nvidia fielen um 1,50 Prozent auf 22,27 Dollar. Altera gaben 1,15 Prozent auf 17,18 Dollar nach. Intel sanken um 1,66 Prozent auf 20,12 Dollar. Advanced Micro Devices (AMD) fielen um 1,23 Prozent auf 6,45 Dollar.

Der Kurs von Brocade Communications Systems schnellte hingegen um 14,59 Prozent auf 7,62 Dollar in die Höhe. Bereits am Vorabend hatte das Unternehmen über seine Geschäftsentwicklung berichtet. Der Gewinn fiel zwar um rund 41 Prozent, da die Kosten stärker als der Umsatz gewachsen waren. Brocade wies aber einen bereinigten Gewinn von 0,16 Dollar je Aktie aus und übertraf damit die Analystenerwartungen um einen Cent.

Hoch im Kurs standen auch die meisten Pharmawerte. Sie profitierten von einem positiven Analystenkommentar von Goldman Sachs. Merck & Co. stiegen um 1,34 Prozent auf 47,53 Dollar. Schering -Plough gewannen 0,37 Prozent auf 21,85 Dollar. Pfizer sanken hingegen um 0,53 Prozent auf 22,33 Dollar. Die Analysten von Goldman Sachs hatten den US-Pharmasektor von "Neutral" auf "Attractive" angehoben. Der Sektor habe mit der vergleichsweise unterdurchschnittlichen Entwicklung im vergangenen Jahr einen Kaufgelegenheit geschaffen, hieß es in der Studie. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis sei auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren, während sich der Dividendenertrag im selben Zeitraum auf dem höchsten Stand befinde. Der Wert des diskontierten Cash Flows verspreche weiteres Aufwärtspotenzial quer durch den Sektor.

Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns und weltgrößten Ketchup-Anbieters Heinz profitierten vom zuversichtlichen Blick des Unternehmens in die Zukunft. Heinz konkretisierte seinen Ausblick und erwartet für das dritte Geschäftsquartal einen Gewinn von 0,67 bis 0,68 Dollar je Aktie. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten bislang mit 0,63 Dollar gerechnet. Die Heinz -Aktien stiegen um 5,20 Prozent auf 45,12 Dollar.

Kraft Foods stiegen um 6,89 Prozent auf 31,33 Dollar. US-Investor Warren Buffett hält über seine Holding Berkshire Hathaway nun mehr als 132 Mill. Aktien an dem Lebensmittelkonzern. Der US-Lebensmittelkonzern Campbell Soup kämpft mit steigenden Kosten für seine Suppen, Säfte und Snacks. Konzernweit fiel der Gewinn zwischen November und Ende Januar auch wegen Einmaleffekten um rund vier Prozent auf 274 Mill. Dollar (187 Mio Euro). Der Umsatz legte hingegen um mehr als sieben Prozent auf 2,2 Mrd. Dollar zu. Für das laufende Geschäftsjahr (30.10.) erwartet der Konzern weiterhin einen Anstieg des um Sondereffekte bereinigten Gewinns pro Aktie zwischen fünf und sieben Prozent. Die Aktie stieg um 6,13 Prozent auf 33,44 Dollar.

Unterdessen kürzte Best Buy seine Gewinnprognose für 2008 von 3,10 bis 3,20 auf 3,05 bis 3,10 Dollar und verbuchte deshalb am Aktienmarkt Verluste. Der Kurs fiel um 2,51 Prozent auf 44,62 Dollar.

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