Aktien Osteuropa
Budapest sackt erneut deutlich ab

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) – Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Während diese in Warschau und Prag noch moderat ausfielen, fiel Budapest erneut mit kräftigen Abschlägen auf.

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Während diese in Warschau und Prag noch moderat ausfielen, fiel Budapest erneut mit kräftigen Abschlägen auf.

In Warschau verlor der WIG-20 0,95 Prozent auf 2 641,81 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index gab um 0,82 Prozent auf 45 641,90 Zähler nach.

Die Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise hatte zum Wochenschluss vor allem die polnischen Bankenwerte unter Druck gebracht. Zu den Kursverlieren zählten Bank Pekao (minus 1,16 Prozent auf 178,9 polnische Zloty), PKO Bank (minus 1,03 Prozent auf 43,2 Zloty) oder Bank Zachodni (minus 0,19 Prozent auf 211,7 Zloty).

Die Konjunktursorgen drückten auch die Rohstoffnotierungen nach unten. Händler verwiesen auf Bedenken, wonach die Ausbreitung der Schuldenkrise auf Portugal und Spanien das Wirtschaftswachstum schwächen und die Ölnachfrage dämpfen könnte. Angesichts sinkender Ölpreise verzeichneten PKN Orlen Kursverluste von 0,91 Prozent auf 44,45 Zloty.

Grupa Lotos verloren 1,11 Prozent auf 31,3 Zloty. Die State Oil Co. aus Aserbaidschan werde für den bisher staatlichen, 53,2 Prozent großen Anteil am zweitgrößten polnischen Ölkonzern bieten, berichteten Medien.

In Budapest rutschte der Bux um 2,81 Prozent auf 20 763,54 Punkte ab. Nur ein Titel konnte im Index mit kleinen Kursgewinnen schließen. Der Budapester Aktienmarkt ist mit den erneut deutlich ausgefallenen Kursverlusten innerhalb von nur zwei Tagen um mehr als 1 200 Zähler gefallen. Am Freitag schloss der Index auf dem tiefsten Stand seit Ende Juni. Alle Indexschwergewichte mussten kräftige Abschläge hinnehmen und zogen den Bux in die Tiefe.

Neuigkeiten kamen von Magyar Telekom , der Tochter der Deutschen Telekom . Der Telefonieanbieter hat einen Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) über 150 Mill. Euro abgeschlossen. Das Unternehmen möchte das Kapital für die Entwicklung von Breitband-Projekten nutzen. Der Kredit hat eine Laufzeit von sechs Jahren mit einem festen Zinssatz. Magyar Telekom sanken um 1,96 Prozent auf 549 ungarische Forint.

Der Pharmakonzern Richter Gedeon hatte bekanntgegeben, am Donnerstag 3 000 Stück eigene Aktien zu einem Preis von 44 494 Forint je Titel zurückgekauft zu haben. Damit besitzt der Konzern rund 52 000 eigene Anteile. Zum Wochenschluss rutschten die Titel um 3,74 Prozent auf 42 690 Forint ab. Unter den restlichen Schwergewichten büßten Mol 2,62 Prozent auf 18 800 Forint ein und OTP schlossen 2,55 Prozent tiefer bei 4 970 Forint.

In Prag verlor der PX 0,50 Prozent auf 1 126,5 Punkte.

Im gesamten Euroraum zeigten sich die Börsen angesichts anhaltender Sorgen um die Finanzkraft zahlreicher Mitglieder der Währungsunion mit tieferen Notierungen. Nach Irland wird nun auch Portugal gedrängt, unter den Rettungsschirm der Europäischen Union zu schlüpfen. Indessen wird laut Medienberichten mit der tschechischen Regierung darüber verhandelt, ob der zentraleuropäische Staat Mittel für das Rettungspaket bereitstellen wird, obwohl die Tschechische Republik noch kein Mitglied der Eurozone ist.

Nach der Vorlage von Quartalszahlen standen an der Prager Börse die Aktien des Immobilienentwicklers Orco Property im Blickpunkt. Das Unternehmen hatte es im dritten Quartal zurück in die Gewinnzone geschafft, nachdem in der Vorjahresperiode noch Verluste eingefahren worden waren. Der Konzern hatte einen Nettogewinn von 4,21 Mill. Euro nach einem Vorjahresverlust von 1,34 Mill. Euro ausgewiesen. Die Aktien schlossen 3,51 Prozent höher bei 191,50 Kronen.

Zu den deutlichsten Kursverlierern zählten indessen New World Resources (NWR) mit einem Abschlag von 3,23 Prozent auf 207 Kronen. Der größte tschechische Kohleförderer könnte Medienberichten zufolge den polnischen Mitbewerber Bogdanka nicht mit Bargeld übernehmen, sondern stattdessen mit eigenen Aktien bezahlen.

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