Aktien
Schanghais Kursrutscht belastet Europas Börsen

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Montag belastet von einem deutlichen Minus am Schanghaier Aktienmarkt schwach aus dem Handel gegangen.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Montag belastet von einem deutlichen Minus am Schanghaier Aktienmarkt schwach aus dem Handel gegangen. "Die Kursverluste in China haben einen Einfluss und bei diesen überbewerteten Märkten gibt es weiteres Abwärtspotenzial", sagte Stratege Giuseppe-Guido Amato von Lang & Schwarz. Die entscheidende Frage sei, wie fundamental die Korrektur ausfallen werde. An der auch andernorts schlechten Stimmung konnten auch überraschend positive Konjunkturdaten nichts ändern. So hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im August überraschend deutlich aufgehellt. Der Eurostoxx 50 büßte 1,02 Prozent auf 2 775,17 Zähler ein. Für den Pariser CAC-40-Index ging es um 1,07 Prozent auf 3 653,54 Punkte nach unten. In London blieb die Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

Aktien konjunktursensibler Unternehmen litten besonders unter der weiter offenen Frage, ob die Aktienmärkte der Konjunkturentwicklung inzwischen zu weit voraus gelaufen sind. So gaben Titel des Stahlunternehmens Arcelormittal als einer der schwächsten Werte im Eurostoxx 50 um 2,84 Prozent auf 24,970 Euro nach. Aktien des französischen Baustoffkonzerns Saint Gobain rutschten um 2,33 Prozent auf 31,390 Euro ab.

In Paris gaben Titel des Mischkonzerns Bouygues um 1,37 Prozent auf 34,615 Euro nach. Societe Generale hatte die Bewertung für die Aktien des Unternehmens von "Buy" auf "Hold" bei einem unveränderten Kursziel von 36,00 Euro gesenkt. Die zuletzt überdurchschnittliche Kursentwicklung sei zwar gerechtfertigt gewesen, legitimiere aber nun auch Gewinnmitnahmen bei dem weiterhin schwankungsanfälligen Titel, hieß es.

Sanofi-Aventis fielen nach durchwachsenen Nachrichten von der Jahrestagung der "European Society of Cardiology" (ESC) in Barcelona um 1,76 Prozent auf 47,230 Euro. Der französische Pharmakonzern hatte mit einer höheren Dosis seines wichtigen Medikaments "Plavix" in einer groß angelegten Studie zur Behandlung des akuten Koronarsyndroms das primäre Studienziel nicht erreicht. Dagegen senkt das noch in der Entwicklung befindliche Blutverdünnungsmittel "Otamixaban" im Vergleich mit einem Konkurrenzprodukt die Gefahr von kardiovaskulären Komplikationen.

Wendel verloren nach Zahlen deutliche 7,04 Prozent auf 33,925 Euro. Die französische Investmentgesellschaft hatte im ersten Halbjahr erwartungsgemäß einen Nettoverlust erlitten und rechnet auch für das Gesamtjahr weiterhin mit einem negativen Ergebnis. Belastend wirkten Wertabschreibungen auf Unternehmen, an denen Wendel beteiligt ist, sowie Verluste durch eine Kapitalerhöhung bei Saint-Gobain. Hier hält die Investmentgesellschaft einen Anteil von 18 Prozent.

In Zürich legten Nestle als bester Wert im SMI um 2,52 Prozent auf 43,980 Schweizer Franken zu. Händlern zufolge schlugen die Anleger auf der Suche nach Alternativen zu Finanz- und Industriewerten bei den Titeln des schweizerischen Lebensmittelkonzerns zu. Da die Nestle-Aktien rund ein Fünftel der Kapitalisierung des SMI ausmachen, waren die Werte praktisch im Alleingang für das kleine Plus im Index verantwortlich.

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