Aktien
US-Daten belasten Osteuropas Börsen

Die osteuropäischen Börsen haben sich am Donnerstag der trüben Stimmung im übrigen Europa nicht entziehen können und ebenfalls nachgegeben. Insbesondere enttäuschende Daten vom US-Häusermarkt wurden von Händlern für die Verluste verantwortlich gemacht.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die osteuropäischen Börsen haben sich am Donnerstag der trüben Stimmung im übrigen Europa nicht entziehen können und ebenfalls nachgegeben. Insbesondere enttäuschende Daten vom US-Häusermarkt wurden von Händlern für die Verluste verantwortlich gemacht.

In Warschau schloss der WIG-20 um 0,64 Prozent tiefer bei 2 256,39 Punkten. Der breiter gefasste WIG-Index fiel um 0,41 Prozent auf 38 353,75 Zähler. An der Warschauer Börse kletterten die Aktien der österreichischen Immoeast um 1,10 Prozent auf 16,70 Zloty. Dies entspricht einem 14-Monatshoch. Das Unternehmen konnte seinen Nettogewinn vom ersten Quartal 2008/09 zum ersten Quartal 2009/10 von 52,60 Mill. Euro auf 110,20 Mill. Euro steigern. Kghm Polska Miedz fielen hingegen oder 3,30 Prozent auf 88 Zloty und gaben damit zum ersten Mal seit drei Tagen nach. Händler begründeten dies mit fallenden Kupferpreisen aufgrund von steigenden Lagerbeständen und einem schwächer als erwarteten Verbrauchervertrauen in Deutschland.

Aktien von Polski Koncern Naftowy Orlen gaben erstmalig in dieser Handelswoche nach und reduzierten sich um 1,50 Prozent auf 29,40 Zloty. Grupa Lotos fielen um 3,40 Prozent auf 24,06 Zloty. Schwächere Ölpreise drückten auf die Aktien der Energieunternehmen.

An der Börse in Budapest fiel der BUX um 0,33 Prozent auf 20 795,61 Punkte. Die Gewichtung der Schwergewichte OTP Bank , Mol , Magyar Telekom und Richter Gedeon wird im ungarischen Leitindex in Zukunft niedriger ausfallen. Die OTP Bank wird künftig ein Gewicht von 29,48 Prozent (zuvor: 33,36 Prozent) haben. MOL werden zukünftig mit 23,30 Prozent (nach:25,11 Prozent) gewichtet werden. Die Magyar Telekom wird von 16,54 Prozent auf 16,24 Prozent reduziert werden. Richter Gedeon-Anteil im BUX wird hingegen von 17,94 Prozent auf 21,11 Prozent ansteigen. Zusammen werden die vier "Blue Chips" im BUX einen Anteil von 93,13 Prozent auf die Waage bringen.

Tagesverlierer am ungarischen Aktienmarkt waren die Anteilsschein von KEG mit einem Abschlag von 3,35 Prozent auf 691 Forint. Raba Magyar Vagon gaben um 1,85 Prozent auf 740 Forint nach. Deutlich zulegen konnten die Aktien von FHB Land Credit & Mortgage Bank mit einem Kursgewinn von 6,77 Prozent auf 1 340 Forint. Richter Gedeon verbesserten sich noch um 0,98 Prozent auf 38 880 Forint.

In Prag fiel der PX um 0,60 Prozent auf 1 159,40 Punkte. Die Aktien der Erste Group Bank fielen um 2,14 Prozent auf 739,90 Kronen. Die Titel verloren aufgrund eines Gerichtsurteiles des Europäischen Gerichtshof (Eugh). Der Eugh hat dabei die EU-Kartellstrafen gegen vier österreichische Banken bestätigt, die im sogenannten "Lombard-Club" Absprachen über Zinsen und Gebühren getroffen hatten. Der Antrag von Erste Bank, Raiffeisen Zentralbank (RZB), Bank Austria und Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) auf Aufhebung oder Reduzierung der Bußgelder wurde von dem EU-Gericht zurückgewiesen (C-125/07 P).

Der größte Verlierer in Prag waren die Aktien von CME , die um 2,42 Prozent auf 604,40 Kronen nachgaben. Komercni Banka stiegen um 0,97 Prozent auf 3 550 Kronen. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) gewannen 0,30 Prozent auf 897,70 Kronen. NWR reduzierten sich um 2,11 Prozent auf 176 Kronen.

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