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Westeuropa-Börsen schließen uneinheitlich

Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen: Während der Eurostoxx zulegte, gingen die Standardindizes in Paris und London im Minus aus dem Handel. Marktteilnehmern zufolge nahmen die Anleger am Vormittag nach den Kursanstiegen des Vortages zunächst Gewinne mit.

HB PARIS/LONDON. Der Eurostoxx 50 gewann 0,12 Prozent auf 4 384,38 Punkte. Der auch britische Werte umfassende Stoxx 50 legte 0,19 Prozent auf 3 868,51 Zähler zu. Der Euronext 100 verlor hingegen 0,13 Prozent auf 1 028,41 Punkte. In Paris sank der CAC 40 um 0,07 Prozent auf 5 858,14 Zähler. Der Londoner FTSE 100 gab 0,28 Prozent auf 6 497,80 Punkte ab.

Tesco-Titel stiegen als einer der Gewinner im FTSE 100 nach Zahlen um 1,32 Prozent auf 461,75 Pence. Die größte britische Supermarktkette hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und die Markterwartungen übertroffen. Zudem plant das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm auf drei Mrd. Pfund zu verdoppeln.

Die Aktie von ABN Amro legte als bester Wert im Eurostoxx 50 um 2,30 Prozent auf 36,40 Euro zu. Die niederländische Bank wird einem Bericht der "Times" zufolge wahrscheinlich Gespräche mit ihren Beratern über die Übernahmeofferte des Konsortiums führen, an deren Spitze der britische Konkurrent Royal Bank of Scotland steht. Die Banco Santander Central Hispano, die ebenfalls zu diesem Konsortium gehört, prüft laut einem Medienbericht wegen der geplanten Übernahme eine Kapitalerhöhung um bis zu 15 Mrd. Euro. Am Vortag hatten sich die Führung von ABN Amro und Barclays getroffen, um über das Angebot von Barclays zu sprechen. Nach Börsenschluss hieß es, die exklusiven Verhandlungen würden bis Freitag verlängert.

Telecom Italia gaben indes nach negativen Nachrichten um 1,43 Prozent auf 2,35 Euro nach. Der US-Telekomkonzern AT&T hat das Ende der Verhandlungen um einen Einstieg bei dem Unternehmen bestätigt.

In Mailand ging es für Alitalia um 5,49 Prozent auf 0,98 Euro nach unten. Im Übernahmepoker um die angeschlagene Fluggesellschaft sind die drei Bietergruppen laut einem Pressebericht nicht einmal bereit, die Hälfte der von der Regierung erwarteten Summe zu bezahlen. Die Gebote der AP Holding, zu der der Lufthansa-Partner Air One gehört, sowie der Bieterkonsortien um den Finanzinvestor Texas Pacific und die russische Airline Aeroflot bewerteten Alitalia mit 670 bis 700 Mill. Euro, berichtet die Tageszeitung "MF". Italiens Verkehrsminister Alessandro Bianchi hatte dagegen 1,5 Mrd. Euro erwartet.

Mehrere Werte wurden von Analystenkommentaren bewegt. So gewannen PSA Peugeot Citroen an der CAC-40-Spitze 3,15 Prozent auf 58,87 Euro, nachdem Morgan Stanley die Einstufung wegen guter Gewinnperspektiven von "Equal-Weight" auf "Overweight" angehoben und das Kursziel deutlich von 45 auf 65 Euro erhöht hat. Dagegen verloren L'Oreal 0,91 Prozent auf 86,80 Euro. Die HSBC hat die Titel von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft bei einem Kursziel von 91 Euro. Hammerson verloren 2,47 Prozent auf 1 622,00 Pence - die Citigroup hatte die Titel aus Bewertungsgründen von "Buy" auf "Hold" gesenkt.

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