Aktienhandel Frankfurt
Dax bleibt unter 7400 Punkten

Börsianer, die am Freitag auf einen weiteren Dax-Anstieg gehofft haben, gingen enttäuscht ins Wochenende. Nach Gerüchten über den Einstieg eines Hedgefonds bei der Deutschen Post, die die Kurse nach oben trieben, setzen schwache US-Daten den Dax unter Druck. Und dann noch die Neuigkeit vom Euro-Allzeithoch.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete mit einem geringfügigen Abschlag von 0,1 Prozent auf 7378 Zählern den Parketthandel. Dennoch behauptete der Leitindex einen Wochengewinn von einem halben Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,30 Prozent auf 10 707,91 Zähler. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,30 Prozent auf 890,11 Punkte nach unten.

Am Vortag hatte der Leitindex zum ersten Mal seit mehr als sechs Jahren die Marke von 7400 Punkten geknackt. Börsianer sprachen nun aber von einem mehr und mehr abflauenden Geschäft. „Viele Marktteilnehmer sind heute Nachmittag nicht mehr dabei, sondern schon im Wochenende“, hieß es bei mehreren Banken mit Blick auf den Mai-Feiertag am Dienstag, den viele für einen Kurzurlaub bis Mittwoch nutzten. Der Anstieg des Euro auf einen neuen Rekordkurs von 1,3682 Dollar nahmen die Anleger gelassen zur Kenntnis. „Anders als 2004 hat der Euro ja lange genug Anlauf genommen, so dass sich die Unternehmen gut darauf einstellen konnten“, erklärte ein Händler.

Der nur moderate Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den USA im ersten Quartal weckte zeitweise Befürchtungen, die US-Wirtschaft könnte sich zu stark abschwächen. Doch im Verlauf zerstreuten sich diese Befürchtungen, nachdem der Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan nicht ganz so schlecht wie erwartet ausfiel.

Spekulationen treiben Post-Aktie

Anhaltende Gerüchte um einen Einstieg des Hedgefonds TCI bei der Post trieben den Aktienkurs des Bonner Konzerns um 5,3 Prozent auf 25,65 Euro. Aus Finanzkreisen verlautete zwar, über ein Angebot der Briten für die Post sei nichts bekannt, und die Post lehnte einen Kommentar ab. Doch hielten sich die Spekulationen am Nachmittag dennoch. „Angeblich will TCI für einen 25-prozentigen Anteil 30,25 Euro je Post-Aktie zahlen“, sagte ein Händler. Im Schlepptau des Mutterkonzerns stiegen die Postbank-Aktien um 2,3 Prozent auf 71,40 Euro. „Da wird nun darauf spekuliert, dass bei einem Einstieg von TCI die Postbank-Anteile recht schnell abgestoßen werden“, begründete ein Händler das Plus.

Der Poker um die niederländische Bank ABN Amro hat in dieser Woche die Spekulationen um die Zukunft der Finanzbranche angeheizt. Davon profitierten am Freitag zeitweise auch die Aktien der Commerzbank, die bis zum Handelsschluss aber wieder abbröckelten und mit einem bescheidenen Plus von drei Cent auf 36,80 Euro aus dem Handel gingen. „Die Commerzbank ist ein idealer Übernahmekandidat“, erklärte ein Händler. „Alle wissen, die Übernahme wird kommen, die Frage ist nur wann.“

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