Aktienhandel Frankfurt
Dax fährt Gewinne ein

Die kräftige Liquiditätsspritze wichtiger Notenbanken hat auch den Dax ins Plus getrieben. Eine zuletzt wenig beliebte Bank-Aktie setzte sich an die Spitze. Allerdings scheint das große Kursfeuerwerk schon wieder vorbei. Die Unsicherheit ist nach wie vor groß.

HB FRANKFURT. Die deutschen Aktienmärkte schlossen im Plus. Der Dax gewann zum Schluss rund 1,1 Prozent auf 6 592 Punkte. Im Tagesverlauf hatte der Dax aber schon höher notiert, die Gewinne schmolzen im späten Handel.

"Der neue Kreditplan der Notenbank ist heute der Hauptantrieb der Aktienmärkte", stellte Aktienstratege Steffen Neumann von der LBBW fest. Er sollte das Überlaufen der Kreditkrise auf den Rest der Wirtschaft vermeiden, den Abschreibungsbedarf von Banken und Versicherungen reduzieren und die Märkte allgemein stabilisieren, fügte er an.

"Die konzertierte Aktion der Zentralbanken bleibt das alles dominierende Thema", sagte ein Händler. Positiv werde vor allem die Erklärung gesehen, wonach die Notenbanken bei Bedarf weiter ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen würden. Einige Börsianer blieben dennoch skeptisch. Die strukturellen Probleme der US-Banken würden auf diese Weise nicht gelöst. "Ich habe das Gefühl, dass die Investoren sehr skeptisch zur Fähigkeit der Fed bleiben, nachhaltig dem immer noch ächzenden Bankensystem Erleichterung zu verschaffen", erklärte Darren Winder, Stratege bei Cazenove in London.

"Es gibt die Angst, dass das Vorgehen der Notenbanken auf eine Notaktion hindeutet", sagte ein Händler. "Die Fed hat nur Zeit geliehen. Sie heilt nicht die Störungen im Finanzsystem", urteilte Marktanalyst Heino Ruland von FrankfurtFinanz. Händler wiesen darauf hin, dass die US-Investmentbank Merrill Lynch sich kritisch zum europäischen Bankensektor geäußert habe.

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