Aktienhandel Frankfurt
Dax ist nicht zu bremsen

Bei insgesamt sehr geringen Umsätzen haben die meisten deutschen Aktien am Dienstag Gewinne verbucht und den Dax in Richtung 7 800 Punkten steigen lassen. Unterstützt wurde die freundliche Marktstimmung am Nachmittag von positiven Konjunkturdaten aus den USA.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax schloss gut behauptet mit plus 0,54 Prozent auf 7 781,04 Zählern und damit knapp unter seinem Tageshoch von 7 787,55 Punkten. Dieses erreichte das deutsche Börsenbarometer, nachdem in den USA Daten zum Verbrauchervertrauen im Mai veröffentlicht worden waren. Das private Forschungsinstitut Conference Board hatte Zahlen veröffentlicht, die über den Markterwartungen gelegen hatten. Der MDax mittelgroßer Werte legte um 0,46 Prozent auf 10 960,52 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 1,73 Prozent auf 901,19 Zähler vor.

"Die verkürzte Pfingstwoche hat sich umsatzmäßig eindeutig bemerkbar gemacht", sagte ein Händler aus Frankfurt. Nachdem die Handelsvolumina bereits am vergangenen Freitag gering gewesen seien, hätten sie am Dienstag sogar noch darunter gelegen. "Nur in Einzelwerten sind Geschichten weiter fortgeschrieben worden", fügte er hinzu.

Die Aktie der Deutschen Börse war mit plus 2,33 Prozent auf 175,50 Euro Spitzenwert im Dax. Am Morgen hatte sie von Spekulationen profitiert, dass die Londoner Börse LSE , die einst das Übernahmeziel der Frankfurter gewesen war, nun angeblich den Spieß umdrehen wolle und ein Kaufinteresse an der Deutschen Börse habe. Am Nachmittag gab die Deutsche Börse eine neue Kooperationsvereinbarung im asiatischen Raum bekannt. Gemeinsam mit der taiwanesischen Aktienbörse Taiwan Stock Exchange (Tsec), der Deriviate-Börse Taiwan Futures Exchange (Taifex) und dem Abwicklungsunternehmen Taiwan Depository & Clearing Corp. (Tdcc) ist ein "Memory of Understanding" unterzeichnet worden.

Fresenius Medical Care (FNC) machten ihre Verluste der vergangenen Wochen weiter wett und stiegen um 2,19 Prozent auf 108,50 Euro.

Auch die Automobilwerte zählten mehrheitlich zu den Gewinnern im Leitindex. BMW kletterten um 1,71 Prozent auf 50,60 Euro nach oben und profitierten laut Händlern vor allem von einer positiven Charttechnik der Aktie. Zudem habe das Papier des Autobauers nach der zuletzt unterdurchschnittlichen Entwicklung Nachholpotenzial. Wenig kursbewegend hingegen sei ein Zeitungsbericht vom Wochenende gewesen, dem zufolge der US-Autobauer Ford seine Beteiligung an Volvo verkaufen will und BMW als Kaufinteressent erwähnt. Händler meinten, dies sei Spekulation und zudem eher unwahrscheinlich.

Volkswagen (VW) verteuerten sich um 1,97 Prozent auf 114,14 Euro. Das Land Niedersachsen hat am Markt insgesamt 367 000 Papiere für 112,26 Euro je Aktie gekauft, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Finanzministeriums am Dienstag auf Anfrage von dpa-AFX. Mit dem Zukauf habe das Land verhindern wollen, dass sein Anteil von zuvor 20,2 Prozent der Stimmrechte unter 20 Prozent sinke.

Aktien des LKW-Produzenten MAN legten um 1,05 Prozent auf 104,00 Euro zu. MAN erhält umgerechnet rund 370 Mill. Euro von der Daimler-Chrysler -Tochter Freightliner aus einem Streit um Schadenersatz für Bilanzfälschungen bei dem britischen LKW-Hersteller ERF. Damit wird der langwierige Rechtsstreit beigelegt. Daimler-Chrysler gewannen unterdurchschnittliche 0,18 Prozent auf 67,32 Euro.

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