Aktienhandel New York
„Hübsche kleine Rally“ am US-Wahltag

Spekulationen über den Ausgang der US-Kongresswahl haben am Dienstag den Dow-Jones-Index zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch gehievt. Die Technologiebörse Nasdaq kletterte auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren. Die meisten Anleger rechnen mit einer Patt-Situation, was dem Markt ausgesprochen gut gefallen würde.

HB NEW YORK. Während die Menschen an den Urnen über die künftige Besetzung aller 435 Sitze des Repräsentantenhauses und 33 der 100 Senatsposten entschieden, stieg der Dow-Jones-Index der Standardwerte zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,42 Prozent fester auf 12 156 Punkte.

Im Verlauf war er auf den höchsten je erreichten Stand von 12 196 Zählern gesprungen. Der Tagestiefstand betrug 12 101 Punkte. Der S&P-500-Index stieg um 0,22 Prozent auf 1382 Zähler. Die Nasdaq kletterte um 0,42 Prozent auf 2375 Stellen. Sie hatte zuvor erstmals seit Februar 2001 einen Stand von 2391 Zählern verzeichnet.

„Eine hübsche, kleine Rally, die hauptsächlich von dem möglichen Ausgang der Wahl angetrieben wird“, sagte Larry Peruzzi von The Boston Co. Asset Management. „Die Investoren bringen sich in Stellung, je nach ihren Prognosen für den Ausgang der Wahl“, pflichtete ihm auch sein Kollege Marc Pado von Cantor Fitzgerald in San Francisco bei.

Die meisten Anleger rechnen damit, dass sich im Kongress eine Patt-Situation ergibt, bei der die Republikaner die Mehrheit im Senat und die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus erringen werden. Neue Wirtschaftsgesetze und größere Reformvorhaben dürften in der dann politisch komplizierten Situation nur schwer durchsetzbar sein. „Mit anderen Worten wird der Kongress lahm gelegt, und wir werden in Washington ein sehr vorhersehbares Geschäftsumfeld haben. Das ist alles andere als schlecht für den Markt“, sagte Tim Smalls von Execution LLC in Connecticut.

Zu den Gewinnern gehörten am Dienstag die Aktien des Netzwerkausrüsters Cisco, des Softwareherstellers Adobe Systems und des Flugzeugbauers Boeing. Bei allen drei Firmen gab es neben dem allgemeinen Aufwärtstrend auch individuelle Einflüsse: Der Cisco-Aktienkurs wurde durch eine Anhebung des Preisziels durch die Maklerfirma UBS um 0,65 Prozent auf den mit fast 25 Dollar höchsten Stand seit nahezu drei Jahren getrieben. Bei Adobe war es eine Preiszielabhebung durch die Citigroup, die dem Kurs zu einem Sprung von rund 2,8 Prozent auf fast 40 Dollar verhalf.

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