Alle Indizes im Minus
Rekordjagd an der Frankfurter Börse zuende

Die Rekordjagd an der Frankfurter Börse ist am Freitag vorerst zu Ende gegangen. Alle Indizes gaben nach, am kräftigten musste der Dax Federn lassen. Als Hauptgrund für die Gewinnmitnahmen wurde der hohe Ölpreis genannt.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Dax verlor 1,32 % auf 4566,48 Punkte. Der M-Dax der mittelgroßen Werte gab um 0,16 % auf 6304,79 Punkte ab. Der TecDax fiel um 1,09 % auf 539,85 Punkte.

„Was wir sehen, ist eine Konsolidierung, die in jedem Fall zu erwarten war und für den Markt eher gesund wirkt“, kommentierte Aktienhändler Hans-Peter Müller vom Frankfurter Bankhaus Metzler die Verlusten.

Als Hauptgrund für die Gewinnmitnahmen wurde am Markt der hohe Ölpreis genannt. Zudem hatte Infineon-Konkurrent Micron Technology am Vorabend mit schwachen Zahlen überrascht, was sich in hohen Kursverlusten für Infineon in Frankfurt niederschlug. Infineon, noch am Vortag einsamer Spitzenreiter im Dax, sanken um 3,4 % auf 7,68 Euroan das Indexende.

Gesprächsthema auf dem Parkett waren Übernahmespekulationen um den Pharmahersteller Stada. Bereits zu Handelsbeginn schoss der Kurs der Aktie auf 31,20 Euro nach oben. Auslöser waren Presseberichte über fortgeschrittene Planungen zum Verkauf des Unternehmens. Direkt in die erste Kursbildung platzte das Unternehmen mit einem scharf formulierten Dementi, dem aber am Markt wenig Beachtung beigemessen wurde. „Stada gilt seit langem als Übernahmekandidat. Ich denke, da wird noch was passieren“, sagte Händler Müller. Die Aktie stieg um 15,14 % auf 30,26 Euro.

Autoaktien gehörten zu den Verlierern im Dax. Mehrere Händler verwiesen auf den sehr hohen Ölpreis, der die Stimmung für die Aktien trübe. DaimlerChrysler verloren 0,64 % auf 33,93 Euro, Volkswagen büßten 0,78 % auf 38,03 Euro ein, BMW verloren 2,02 % auf 36,80 Euro und Porsche sanken nach dem am Vortag erreichten Rekordhoch um 2,03 % auf 608,99 Euro. Porsche peilt nach soliden Zahlen für das Gesamtjahr die Auslieferung von 80 000 Fahrzeugen an.

Im Dax gehörten die Aktien von Eon mit einem Plus von 0,5 % auf 73,01 Euro zu den wenigen Gewinnern. Zeitweise stiegen sie sogar auf 73,90 Euro und damit auf den höchsten Stand seit der Fusion der Vorgängerunternehmen Veba und Viag im Juni 2000. "Das ist heute für viele der rettende Hafen", sagte ein Händler. Die Analysten von CSFB bekräftigten ihre Einstufung der Eon-Titel mit "Outperform" bei einem Kursziel von 84,40 Euro.

Im TecDax gaben die Papiere des Chip-Ausrüsters Aixtron einen Teil ihres rund achtprozentigen Vortagesgewinns wieder ab und verbilligten sich um 3,2 % auf 3,06 Euro.

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