Anleger stoßen Nebenwerte ab
MDax fällt unter 8 000 Punkte

Der MDax ist am Dienstag wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 8 000 Zählern gerutscht. Bei hektischem Geschäft fiel der Index der mittelschweren Nebenwerte um bis zu 2,4 Prozent auf 7 920 Punkte und notierte damit so niedrig wie seit Januar dieses Jahres nicht mehr.

HB FRANKFURT. Das Jahrestief vom 22. Januar steht bei 7 482 Zähler. Händler machten für den Einbruch eine Reihe schlechter Unternehmensnachrichten verantwortlich.

Zu Wochenbeginn hatten Stada und Bilfinger Berger die Börse mit pessimistischen Aussagen zum Geschäftsjahr geschockt. Die Aktien beider Konzerne erholten sich nur vorübergehend von den Kursstürzen von bis zu 27 Prozent. Am Dienstag enttäuschte Symrise die Börsianer. Die Ergebnisse bei Krones nahmen die Anleger zum Anlass, Gewinne einzustecken.

Die Aktien von Stada haben sich am Dienstag kaum von ihrem Kursturz vom Vortag erholt. Mit 34,43 Euro notierten die Aktien des Arzneimittelherstellers nur ein Prozent im Plus. Am Vortag waren die Aktien um 27 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 34,06 Euro einbebrochen. Eine Reihe von Analysten senkte am Dienstag ihre Kursziele für die Aktien. Die Deutsche Bank beispielsweise nahm ihr Kursziel auf 41,50 Euro von 59 Euro zurück, ließ das „buy“ für die Titel aber stehen. Trotz der Probleme sei die Investmentstory intakt, erklärten die Analysten. Cheuvreux stufte die Titel auf „underperform“ von „outperform“ herunter. Händlern zufolge bekräftigte Merrill Lynch seine Kaufempfehlung, senkte das Kursziel aber drastisch auf 43 Euro von 60 Euro. Einige Börsianer werteten den Kurssturz allerdings als übertrieben.

Spekulationen auf enttäuschende Quartalszahlen haben am Dienstag die Aktien von Celesio zeitweise um sieben Prozent ins Minus gedrückt. „Die Befürchtungen hier drehen sich darum, wie schlecht das zweite Quartal ausgefallen sein könnte“, erklärte Ulrich Huwald, Analyst bei MM Warburg. Europas größter Pharmahändler hatte für das erste Quartal einen überraschend starken Gewinneinbruch melden müssen, wobei vor allem das Geschäft in Großbritannien gelitten hatte. Der hohe Euro-Kurs dürfte Celesio auch im zweiten Quartal zu schaffen gemacht haben, erklärten Börsianer.

Die Ergebnisse werden für den 12. August erwartet. In der vorigen Woche hatten bereits HSBC und Deutsche Bank ihre Kursziele gesenkt. Celesio notierten am Vormittag mit 20,65 Euro noch sechs Prozent im Minus und zählten damit im MDax zu den Schlusslichtern.

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