Anleihenmarkt-Ausblick
Zinsausblick belastet Bond-Kurse

Die Kurse europäischer Staatsanleihen dürften diese Woche fallen. EZB-Ratsmitglieder haben wiederholt signalisiert, dass es keine Zinssenkung geben wird. Dies macht den fixen Kupon von Renten im Vergleich weniger attraktiv. Bundesbank-Chef Axel Weber sagte zudem, es gebe Zeichen für eine Erholung der Kreditmärkte.

HB FRANKFURT. Die Kurse europäischer Staatsanleihen dürften diese Woche fallen. EZB-Ratsmitglieder haben wiederholt signalisiert, dass es keine Zinssenkung geben wird. Dies macht den fixen Kupon von Renten im Vergleich weniger attraktiv. Bundesbank-Chef Axel Weber sagte zudem, es gebe Zeichen für eine Erholung der Kreditmärkte. Am Freitag kletterte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf bis zu 4,24 Prozent, das höchste Niveau seit Jahresbeginn. Der Bund-Future fiel um vier Basispunkte auf 113,51 Prozent.

Auch in Japan, Argentinien und Großbritannien fielen die Anleihekurse teilweise massiv. „Am Markt steigt die Zuversicht, dass der Finanzsektor das Schlimmste überstanden hat“, sagte Rentenstratege Nick Stamenkovic. In den USA sehen Händler diese Woche insbesondere zweijährige Treasuries unter Druck, da die Zinssenkungs-Serie der Fed offenbar vor dem Ende steht. Am Freitag rentierten zweijährige Treasuries bei 2,40 Prozent, das zehnjährige US-Papier bei 3,85 Prozent. US-Unternehmen, allen voran Banken wie Citigroup und Merrill Lynch, platzierten vergangene Woche Bonds im Rekordvolumen von 43,3 Mrd. Dollar. Die Emissionsrenditen lagen allerdings so hoch wie zuletzt vor fast sieben Jahren. Für diese Woche haben Italien und Frankreich Benchmark-Emissionen angekündigt.

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