Asiatischer Aktienhandel
Börse Tokio schließt gut behauptet

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag Gewinne verzeichnet. Nachdem sich die US-Börsen relativ unbeeindruckt von den jüngsten Sorgen über eine Überhitzung der chinesischen Wirtschaft gezeigt hatten, ließen auch die Märkte in Fernost dieses Thema hinter sich.

HB TOKIO. In Japan wurde die Stimmung der Investoren zusätzlich durch Medienberichte über kräftige Unternehmensgewinne in der bevorstehenden Berichtssaison befeuert. Zudem habe der US-Leitindex Dow Jones mit einem leichten Gewinn auf einem neuen Rekordhoch geschlossen, was die Anleger ermutigt habe, sagten Händler. Der Nikkei-225-Index ging 0,46 Prozent höher bei 17 452,62 Zählern aus dem Handel und gewann auf Wochensicht 0,51 Prozent. Der breit gefasste Topix legte um 0,18 Prozent auf 1 710,07 Punkte zu.

Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur verbuchten Gewinne.

In New York hatten vor allem solide Quartalszahlen von Unternehmen wie Schering-Plough für positive Stimmung gesorgt. Die Ergebnisse anderer großer Konzerne enttäuschten aber. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,04 Prozent höher bei 12 809 Punkten, der breiter gefasste S&P-500 notierte mit 1470 Zählern 0,12 Prozent im Minus. Der Technologie-Index Nasdaq fiel 0,21 Prozent auf 2505 Punkte.

„Im Fokus des Markts stand die Frage, wie die US-Aktien auf die Verluste in Asien reagierten“, sagte Hiroaki Kuramochi von Bear Stearns in Tokio. „Es ermutigt die Investoren, dass der Dow einen Gewinn verbucht hat und es an den anderen Märkten nicht stürmisch geworden ist.“ Geholfen habe auch ein schwächerer Yen.

China hatte am Donnerstag ein Wirtschaftswachstum von 11,1 Prozent im ersten Quartal bekannt gegeben. Vor der Veröffentlichung der Daten hatte die Sorge, eine Überhitzung könne eine Zinserhöhung auslösen, die Märkte umgetrieben. Ein weltweiter Kursrutsch wie Ende Februar blieb aber aus.

Zu den Gewinnern in Tokio gehörten die zuletzt gebeutelten Technologie- und Autowerte. So legte das Papier von Canon 0,77 Prozent zu, während die Toyota-Aktie 1,23 Prozent gewann. Beide Konzerne werden laut der Wirtschaftszeitung „Nikkei“ satte Gewinne vorlegen. Ein Zeitungsbericht über ein unerwartet hohes Ergebnis verhalf auch dem zweitgrößten Telefonanbieter Japans, KDDI zu einem Kursplus von 1,77 Prozent. Die TDK-Aktie profitierte von der Ankündigung des US-CD-Rohling-Herstellers Imation, die Marke TDK sowie den Vertrieb des japanischen Unternehmens zu übernehmen. Das Papier legte 1,18 Prozent zu.

Der Euro kostete in Fernost 1,3615 Dollar nach 1,3606 Dollar im späten US-Handel. Im Handelsverlauf hatte er ein Zweijahreshoch von 1,3629 Dollar erreicht. Zur japanischen Währung kostete der Euro 161,56 Yen nach 161,17 Yen in den USA. Der Dollar kostete 118,67 Yen nach 118,44 Yen im späten US-Handel.

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