Asiatischer Aktienhandel
Nikkei schließt auf Drei-Monats-Tief

Die asiatischen Börsen haben am Freitag nach Kursverlusten bei Exportwerten uneinheitlich tendiert. Die Aussicht auf eine milliardenschwere Fusion in der Bergbaubranche beflügelte die Aktien von Rohstoffkonzernen. Der Dollar gab weiter nach, nachdem US-Notenbankchef Ben Bernanke Spekulationen auf eine weitere Zinssenkung beflügelt hatte.

HB TOKIO/HONGKONG. Die Börsen in Tokio rutschten auf den tiefsten Stand seit Mitte August. Der 225 Werte umfassende Nikkei ging mit einem Minus von 1,19 Prozent bei 15 583 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,49 Prozent nach auf 1 494 Punkte. Auch die Börsen in Shanghai und Singapur verzeichneten Verluste, während die Aktienmärkte in Seoul, Taiwan und Hongkong zulegten.

Der Bergbaugigant BHP Billiton will sich in der zweitgrößten Fusion aller Zeiten mit dem Branchendritten Rio Tinto zusammenschließen. Die Aussicht auf einen Konzern mit einem Börsenwert von mehr als 350 Mrd. Dollar weckte bei Analysten Spekulationen auf weitere Firmenkäufe. „Das ist der erste Zug in einem Schachspiel“, sagte Aktienstratege Greg Goodsell von ABN Amro. „Interessant ist jetzt, welche anderen Kombinationen daraus entstehen.“

Erneut gaben die Aktien von Unternehmen nach, die besonders viel exportieren und die deswegen vom schwachen Dollar besonders stark getroffen werden. So verloren die Aktien von Canon 1,41 Prozent, die Toyota-Titel notierten 0,32 Prozent im Minus, die Anteilsscheine des Industrieroboter-Herstellers Fanuc gaben 1,8 Prozent nach. Die Sorgen über die US-Wirtschaft hätten damit eindeutig eine Auswirkung auf die japanischen Märkte, sagte Yutaka Miura von Shinko Securities.

Bernanke hatte am Donnerstagabend davor gewarnt, dass das Wachstum in der weltgrößten Volkswirtschaft bei einer höheren Inflation geringer ausfallen könnte als erwartet. Das hatte den Dollar auf ein Rekordtief gedrückt. Ein Euro kostete 1,4722 Dollar. Zur japanischen Währung notierte der Dollar bei 112,54 Yen.

Die US-Börsen waren am Donnerstag nach neuerlichen Sorgen wegen der Kreditkrise mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,3 Prozent niedriger bei 13 266 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,1 Prozent auf 1 475 Zähler nach, der Technologie-Index Nasdaq 1,9 Prozent auf 2 696 Stellen.

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