Asien-Börsen
Schnäppchenjäger heben Nikkei knapp ins Plus

Die politischen Unruhen in der arabischen Welt haben die Anleger in Asien zu Wochenbeginn zu Gewinnmitnahmen veranlasst. Die Aktienmärkte in Fernost tendierten überwiegend schwächer.
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Tokio/HongkongDen ganz überwiegenden Teil des Handelstages in Tokio sah es so aus, als würde der Wochenstart mit einem Minus enden. Doch im späten Handel überwogen schließlich die Käufe der Schnäppchenjäger und der Nikkei-Index für 225 führende japanische Werte notierte einen Schlussstand 10.857 Punkten, das ist ein hauchdünnes Plus von 0,1 Prozent oder 14 Zählern. In diesem Jahr hat der asiastische Leitindex bereits sechs Prozent an Wert gewonnen und liegt nun im Bereich eines Neun-Monats-Hochs. Damit liegt der Nikkei auf Jahressicht deutlich besser im Rennen um die Anlegergunst, als andere asiatische Märkte. nach Angaben der Agentur Bloomberg liegen Aktien außerhalb Japans aufgrund steigender Inflationsängste im Durchschnitt 1,4 Prozent im Minus.

Marktteilnehmer sprachen aber auch von allgemeiner Zurückhaltung, weil die US-Börsen heute wegen des Feiertags President´s Day geschlossen bleiben. Die Umsätze waren gering. Der marktbreitere Topix-Index schloss heute ebenfalls 0,1 Prozent fester bei 974 Zählern.

Händler warnten heute vor neuen Unsicherheiten am Markt wegen der anhaltenden Unruhen in der arabischen Welt. Auch bereite Anlegern die Lage in China Sorgen, wo die Polizei hat am Sonntag Demonstrationen für mehr Demokratie im Keim erstickte. "Wenn sich der Nikkei der nächsten Widerstandsmarke von 11.000 Punkten nähert, ist es klar, dass es bei der gegenwärtigen Lage zu Gewinnmitnahmen kommt", sagte Analyst Hiroyuki Fukunaga von Investrust. Die Situation in der arabischen Welt bleibe im Fokus, während es nun auch Sorgen über die Entwicklung in China gebe, fügte Börsenexperte Hikaru Sato von Daiwa Securities Capital Markets hinzu.

Exportwerte gehörten in Japan zu den größten Verlierern: Die Aktien des Elektronikkonzerns Toshiba gaben knapp ein Prozent nach. Die Papiere des Rivalen Hitachi büßten 1,2 Prozent ein. Der Autobauer Honda verbuchte einen Kursrückgang von 0,8 Prozent. Dagegen profitierte der Reifenhersteller Bridgestone von einer Heraufstufung durch die Investmentbank Goldman Sachs: Die Titel verteuerten sich um fast sechs Prozent.

Ölwerte in China gefragt

Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,9 Prozent auf 2.925 Punkte. Die Börse in Shanghai trieben Ölaktien nach oben. Sie profitierten von höheren Benzinpreisen in China. Die Ölpreise legten um mehr als einen Dollar zu, da sich die Proteste im ölreichen Libyen auf die Hauptstadt Tripolis ausweiteten. Dies löste Sorgen vor Lieferengpässen aus. Der Euro tendierte bei 1,3674 Dollar nach 1,3690 vor dem Wochenende in New York.
Es gebe weder Verkauf- noch Kaufsignale, sagte Analyst Hikaru Sato von Daiwa Securities Capital Market. Investoren achteten derzeit mehr auf geopolitische Nachrichten. „Der Nahe Osten bleibt im Fokus und auch China macht Sorgen.“ Dort erstickte die Polizei am Sonntag Demonstrationen für mehr Demokratie im Keim.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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