Asien-Börsen
Wirtschaftsbericht führt zu Aktienverkäufen

Heute trennten sich die Anleger in Tokio überwiegend von ihren Aktien. Ein neuer Wirtschaftsbericht der Regierung drückt auf die Stimmung.
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Die Börse in Tokio hat am Donnerstag nachgegeben. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss 0,4 Prozent schwächer bei 9.620 Punkten. Die Stimmung belastete ein neuer Regierungsbericht, demzufolge die japanische Wirtschaft von den Folgen des Tsunami Anfang März und der folgenden Atomreaktorkatastrophe stärker betroffen ist, als bislang prognostiziert. Weil die Verbraucher sich nach dem Tsunami am 11. März mit Ausgaben stark zurückhielten, schrumpfte Japans Wirtschaft im ersten Quartal den Regierungsangaben zufolge um annualisierte 3,7 Prozent, Analysten hatten mit minus 1,9 Prozent gerechnet.

An den anderen asiatischen Börsen war die Stimmung aber nicht schlecht, nachdem die US-Notenbank Fed gestern eine fortgesetzte Niedrigstzinspolitik angekündigte hatte und die Rohstoffpreise sich weiter erholten. Aktien von BHP Billiton, der weltgrößten Minengesellschaft legten in Sidney um 1,5 Prozent zu, ebenso wie Rio Tinto. LG Electronics gewannen in Seoul rund ein. In Tokio zählte Softbank mit minus 1,5 Prozent zu den größten Kursverlierern.

In Südkorea gab der Kospi-Index um 0,4 Prozent nach, in Hongkong kletterte der Hang-Seng-Index um 0,9 Prozent, während der Shanghai Composite auf der Stelle trat.

Die Futures auf den amerikanischen S&P 500 notierten nachbörslich ebenfalls kaum verändert, nachdem der Index gestern in New York 0,9 Prozent fester geschlossen hatte.

Der Dollar wurde im frühen Geschäft fester mit 81,56-61 Yen gehandelt nach 81,01-02 Yen am späten Vortag. Der Euro notierte zum Yen fester mit 116,47-50 Yen nach 115,48-52 Yen am späten Vortag. Zum Dollar lag er fester bei 1,4278-80 Dollar nach 1,4255-56 Dollar am späten Vortag.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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