Asiens Börsen im Minus
Nikkei-Index verliert mehr als zwei Prozent

Die asiatischen Aktienmärkte sind mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Händlern zufolge hielten sich die Anleger am Montag mit größeren Zukäufen zurück, da sie auf die Zinsentscheidung in den USA in dieser Woche warteten.

HB SINGAPUR. Zudem lastete ein deutlich steigender Ölpreis auf dem Markt. Der Euro präsentierte sich in Fernost auf anhaltend hohem Niveau zum Dollar.

In Tokio schloss der Nikkei-Index um 2,23 Prozent schwächer bei 15 154 Punkten. Der Topix-Index fiel um 2,01 Prozent auf 1540 Zähler. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur, Südkorea und Hongkong verzeichneten Verluste.

Zwar sehe es generell so aus, als ob die US-Notenbank (Fed) die Zinsen vorerst nicht weiter anheben werde, sagte Experte Katsuhiko Kodama von Toyo Securities mit Blick auf die allgemeine Stimmung an den asiatischen Märkten. Allerdings gebe es nach den jüngsten Konjunkturdaten auch Sorgen vor einer Abschwächung der weltgrößten Volkswirtschaft.

In Tokio konnten entgegen dem Verkaufstrend Papiere des Autoherstellers Toyota Motor zumindest zeitweise zulegen, am Ende verließen sie den Handel aber mit Kursabschlägen von 0,8 Prozent. Der rentabelste Autobauer der Welt hatte am Freitag einen überraschend hohen Anstieg des Quartalsgewinns vermeldet. „Der Gewinn von Toyota war solide“, sagte Kazuhiro Takahashi von Daiwa Securities SMBC. Jedoch habe er den japanischen Markt insgesamt nicht nach oben ziehen können.

Zu den Verlierern zählten auch Aktien des Konkurrenten Honda Motor, die um 1,8 Prozent einbüßten. Offenbar gab es unter den Investoren nach den jüngsten US-Daten Sorgen vor einem schwächeren Geschäft des Konzerns in den Vereinigten Staaten. Titel der Japan Airlines (JAL) verloren um 0,5 Prozent. Das Unternehmen hatte im abgeschlossenen Quartal in Folge höherer Treibstoffkosten einen deutlichen Verlust verbucht.

Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl lag bei 76,00 Dollar - ein Anstieg von mehr als einem Dollar. Am Markt gab es Sorgen vor Versorgungsengpässen, nachdem der britische BP-Konzern aus Sicherheitsgründen sein größtes US-Ölfeld vorübergehend geschlossen hatte. Der anhaltende Krieg im Nahen Osten drückte zusätzlich auf die Stimmung.

Der Euro kostete 1,2877 Dollar und 147,57 Yen. Der Dollar wurde mit 114,58 Yen gehandelt. Die US-Börsen waren am Freitag ebenfalls im Minus aus dem Handel gegangen: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,02 Prozent, der breiter gefasste S&P-500-Index 0,07 Prozent und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,35 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%