Ausblick US-Börsen
Zahlen geben den Ton an

Gespannt erwarten die Börsianer auf aktuelle Quartalsbilanzen. IBM und andere Schwergewichte werden ihre Zahlen offenbaren und in die Zukunft blicken. Es sieht ganz gut aus, bis auf ein paar Wermutstropfen.
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New YorkDie Wall Street steht vor dem Höhepunkt der Berichtssaison, und die Börsianer setzen die dritte Woche in Folge auf steigende Kurse. Zehn der 30 im Dow-Jones-Leitindex vertretenen Firmen und Publikumsliebling Apple präsentieren in der kommenden Woche ihre Zahlen für das dritte Quartal und ihre Erwartungen für den weiteren Geschäftsverlauf.

Von guten Ergebnissen dürfte vor allem der breiter gefasste S&P 500 profitieren, der am Freitag erstmals seit Anfang August oberhalb der 1200-Punkte-Marke aus dem Handel ging. Allenfalls Bankenwerte könnten nach den enttäuschenden Zahlen, die JPMorgan Chase & Co am Donnerstag vorgelegt hatte, die Stimmung trüben.

Den Auftakt der Berichtswoche macht am Montag IBM. Dem Computergiganten folgen weitere Börsenschwergewichte wie Apple, Coca-Cola und Intel. Auch Microsoft, American Express sowie der Pharmakonzern Johnson & Johnson präsentieren ihr Zahlenwerk.

Nachdem der Internet-Riese Google die Börsianer mit einem Gewinnanstieg um ein Viertel auf 2,73 Milliarden Dollar erfreut hatte, herrscht an der Wall Street wieder bessere Stimmung. So setzen die Börsianer darauf, dass der S&P 500 sich rasch auf neue Höchststände zwischen 1.265 und 1.275 Zählern einpendeln könnte. „Es gibt einige fundamentale Daten, die der Sache Schwung geben könnten“, sagte Richard Ross von Auerbach Grayson in New York.

Für Wermutstropfen dürften aber Banken wie die Citigroup, Goldman Sachs und Wells Fargo sorgen. Daten von Thomson Reuters zufolge wird damit gerechnet, dass die im S&P 500 gelisteten Firmen im Durchschnitt ihre Gewinne um 12,4 Prozent gesteigert haben. Noch im Juli war allerdings ein Plus um 17 Prozent erwartet worden.

Das Börsengeschehen positiv beeinflussen dürften auch Hoffnungen auf eine Lösung der Schuldenkrise im Euroraum, über die am Wochenende die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländern in Paris berieten. Zuversichtlich stimmten zum Ende der abgelaufenen Woche auch US-Konjunkturdaten, die besser als erwartet ausfielen. Weiteren Aufschluss über die Richtung der US-Wirtschaft dürften Zahlen zur Industrieproduktion und zur Kapazitätsauslastung, zur Inflationsentwicklung und die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten geben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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