Bank-Titel standen unter Druck
Kurssturz an Börse in Tokio

Spekulationen über eine Zinserhöhung in den USA und ein gebremstes Wirtschaftwachstum auf dem wichtigen Markt China haben am Freitag die Börse von Tokio belastet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab zum Handelsschluss knapp 2,0 Prozent nach und notierte bei 11.762 Punkten.

HB TOKIO. Besonders standen Werte unter Druck, die wie Banken, Versicherungen und Immobilienfirmen in jüngster Zeit bei ausländischen Investoren beliebt waren. Diese haben im März die Rekordsumme von knapp 17 Mrd. Dollar in japanischen Aktien angelegt. Deren Kauflust könne nun durch höhere Kreditkosten in den USA gedämpft werden, sagten Händler. Der breiter als der Nikkei gefasste Topix-Index gab mehr als 1,7 Prozent auf rund 1 186 Punkte nach.

Die Investoren entdeckten beim intensiven Studium der am Donnerstag vorgelegten Zahlen zum US-Wachstum im ersten Quartal Hinweise auf eine stärkere Inflation und damit Gründe für eine mögliche baldige Zinserhöhung. Zudem gibt es nach Einschätzung der Analysten in jüngster Zeit Anzeichen dafür, dass China sein kräftiges Wirtschaftswachstum durch eine Begrenzung günstiger Kredite dämpfen will. Viele japanische Unternehmen verdienen jedoch einen guten Teil ihres Geldes in dem aufstrebenden Land.

Die Börse war am Donnerstag wegen eines Feiertages geschlossen. Nach den noch anstehenden Feiertagen werden die japanischen Aktienmärkte erst wieder am kommenden Donnerstag öffnen.

Der Dollar notierte am Freitag um 15.00 Uhr Ortszeit fester mit 110,10-12 Yen, nach 109,20-23 Yen am späten Mittwoch. Der Euro tendierte fester mit 1,1966-68 Dollar, nach 1,1896-99 Dollar am Mittwoch.

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