BASF und Thyssen-Krupp im Minus
Dax schließt nur mit Mühe über 4 400 Punkten

Kursverluste bei den Chemiewerten haben am Donnerstag den Deutschen Aktienindex (Dax) gebremst.

HB FRANKFURT. Allerdings konnte der Dax die psychologisch wichtige Marke von 4 400 Punkten knapp halten. Der Dax verlor 4 Punkte bzw 0,2 % auf 4 402 Zähler. Anleger hätten zwischenzeitliche Abschwächungen zu Käufen genutzt, was von der inneren Stärke des Marktes zeuge. Dabei hätten sich die weitere Abschwächung des Ölpreises und vor allem die anhaltende Stärke des Dollar gegenüber dem Euro als segensreich erwiesen.

Die US-Lagerbestände sowie die wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe hätten dagegen keine größeren Impulse gebracht. Im späten Geschäft sorgte dann noch das Gerücht über einen bevorstehenden Antrag von General Motors (GM) auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts für Aufregung. Marktteilnehmer zeigten sich allerdings skeptisch, was den Wahrheitsgehalt des Gerüchts angeht. Die Kursverluste des US-Automobilherstellers hätten wohl eher mit der Spekulation um eine Dividendenkürzung zusammengehangen, so ein Händler.

Technisch gesehen sei der DAX in interessanter Position, hieß es. Oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 4 400 Punkten befinde sich bei 4 410 Zählern eine wichtige Hürde, deren nachhaltige Überwindung das bisherige Jahreshoch bei 4.435 Zählern in greifbare Nähe rücken würde.

Auf der Verliererseite am Donnerstag standen BASF, die um 1,9 % auf 53,50 Euro fielen. In den vergangenen Tagen hatten sich Merrill Lynch und Lehman Brothers skeptischer zu BASF geäußert. Ebenfalls unter Druck standen ThyssenKrupp. Europaweit hatte sich die Abgabewelle in den Basic Ressources fortgesetzt, wobei sich Thyssen mit minus 1,3 % auf 15,76 Euro noch vergleichsweise gut aus der Affäre ziehen konnten.

Deutsche Telekom stiegen dagegen mit hohen Umsätzen um 1 % auf 15,65 Euro. Die Aktie hatte einen Schlüsselwiderstand bei 15,50 Euro überwunden. Zudem sei der Wert wohl "Dividendenjägern" gekauft worden. Von einem Nachholeffekt sowie günstigen Einflüssen von der Währungsseite wurden dagegen nach Händleraussage die Autowerte gestützt. Hier sei, ebenso wie bei der Telekom, eine Nachholeffekt gegenüber bislang besser gelaufenen Titeln zu beobachten gewesen.

Schering legten um 0,2 % auf 52,71 Euro zu. Der Pharmakonzern hatte am Morgen seine Hauptversammlung. Auch bei RWE tagten die Aktionäre. Die Titel legten um 0, 2% auf 48,51 Euro zu. Im MDAX verloren Bilfinger Berger 1 % auf 39,70 Euro. Die Aktien litten nach Aussage von Händlern unter der Meldung über eine mögliche Platzierung. Das Unternehmen habe sich dahingehend geäußert, dass mit einem Verkauf des Allianz-Anteils gerechnet wird, wobei aber kein konkreter Termin genannt worden sei. Neu sei dies alles somit nicht gewesen, meinte ein Marktteilnehmer. Und nach dem jüngsten Anstieg der Aktie seien derartige Spekualtionen gut nachvollziehbar.

Im TecDAX brachen Epcos um 6,3 % auf 9,48 Eur ein. Das Unternehmen hat eine Gewinnwarnung herausgegeben und im Zuge dessen senkten einige Analysten ihr Rating und ihr Kursziel für die Titel. Auch andere Werte aus dem Halbleiteruniversum mussten Abschläge hinnehmen.

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