Börse Asien
Märkte folgen Wall Street ins Minus

Die asiatischen Börsen mussten am Freitag leichte Verluste verkraften. Sorgen bereite vor allem die Europäische Zentralbank. Auch der Yen gab im Gegensatz zum US-Dollar leicht nach.
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TokioDie asiatischen Börsen haben sich am Freitag mit Verlusten aus dem Handel verabschiedet. Analysten zufolge wurde die Stimmung von Spekulationen belastet, dass nach der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) auch die Europäische Zentralbank bald den Geldhahn etwas zudrehen könnte. Die Ankündigung der Bank of Japan (BoJ), eine unbegrenzte Menge Staatsanleihen am Markt aufzukaufen, um den Renditeanstieg einzudämmen, sorgte nur für kurzfristiges Aufatmen. „Die japanischen Währungshüter nehmen an der globalen Party zur Verschärfung der Geldpolitik nicht teil“, sagte Ray Attrill, Devisenspezialist bei der Bank NAB in Sydney. „Sie haben ein starkes Zeichen gesetzt, dass sie die Anleiherenditen unter Kontrolle halten wollen.“

Der 225 Werte umfassende japanische Leitindex Nikkei schloss mit 19.929,1 Punkte 0,3 Prozent tiefer, nachdem er zeitweise auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen gefallen war. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,5 Prozent auf 1607,1 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,5 Prozent schwächer.

Die Ankündigung zum Anleihekauf brachte die japanische Währung Yen unter Druck. Ein Dollar kostete mit 113,71 Yen ein halbes Prozent mehr. Der Euro wurde kaum verändert zum späten New Yorker Handel mit 1,1413 Dollar gehandelt. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9611 Franken je Dollar und 1,0967 Franken je Euro gehandelt.

Der schwächere Yen half Exportwerten auf die Sprünge. die Autohersteller Toyota und Nissan gewannen jeweils 0,4 Prozent. Dagegen sackten die Aktien von Immobilienwerten wie Mitsui Fudosan and Mitsubishi Estate um jeweils gut zwei Prozent ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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