Börse Frankfurt
Anleger lassen Dax im Stich

An der Frankfurter Börse haben die Aktionäre nur noch eins im Kopf: Die EZB-Ratssitzung. Somit entscheidet Mario Draghi über Wohl und Wehe an den Aktienmärkten. Nur über ihn kann der Dax die 10.000 Punkte knacken.
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FrankfurtAn der Börse in Frankfurt ließ sich auch am Dienstag kaum ein Anleger blicken. Selbst die Inflationsdaten aus der Euro-Zone, die Rückschlüsse auf die geldpolitische Strategie der EZB zulassen, haben die Märkte nicht in Schwung bringen können. Alle warten nur auf ihn: Mario Draghi.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank hat es in der Hand. Nur über ihn kann der Dax die 10.000 Punkte erreichen. Vermutliche wird der Leitindex also auch morgen um jedem Punkt kämpfen müssen. Wie so ein Kampf aussieht, hat der Dax heute bereits gezeigt. Bei insgesamt noch niedrigeren Umsätzen als gestern schloss der Deutsche Aktienindex 0,3 Prozent im Minus auf 9920 Punkten. Zwischenzeitlich sank er sogar unter 9900 Punkte.

In der zweiten Reihe fielen die Verluste höher aus. Der MDax ging mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 16.873 Punkten aus dem Handel. Hier machten vor allem Gewinnmitnahmen dem Index der mittelgroßen Werte das Leben schwer, nachdem dieser gestern erstmals in seiner Geschichte über 17.000 Punkte notierte. Der TecDax verabschiedete sich am Dienstag ebenfalls mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 1287 Zählern.

Der EZB-Rat wird am Donnerstag die geldpolitische Lage beraten. Eine Zinssenkung auf vermutlich 0,1 von derzeit 0,25 Prozent gilt als fast sicher. Daneben könnte es ein ganzes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung einer drohenden Deflationsspirale aus fallenden Preisen und sinkenden Investitionen geben. Wie akut die Situation ist, haben die heute veröffentlichten Inflationsdaten für die Euro-Zone gezeigt. Im Mai ist diese auf 0,5 Prozent gesunken. Damit flachte die Preissteigerung auf ohnehin sehr niedrigem Niveau gegenüber April weiter ab, als sie 0,7 Prozent betragen hatte, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg unter Berufung auf erste Schätzungen erklärte. Am stärksten mit 1,1 Prozent zogen die Preise im Mai demnach bei den Dienstleistungen an, bei Industriegütern und Energie lag die Rate bei null.

Die neue Preisstatistik nähre zwar die Furcht vor Deflation. „Aber EZB-Chef Mario Draghi hat ja gesagt, er werde alles tun um eine Deflation zu verhindern“, sagte ein Händler. Damit stehe einer weiteren geldpolitischen Lockerung nichts mehr im Wege.

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  • Der Quoten-Grieche beim HB bekommt schon kalte Füsse - hat Angst, dass seine 10500er Reverse-Bonus-Zertifikate zerschossen werden.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/musterdepots-viele-investoren-sind-nicht-dabei-gewesen/9981338.html

  • Ich hoffe, Ihr habt alle die günstigen Einstiegskurse genutzt bevor der Meister am Donnerstag den Zauberstab schwingt.

    Die Systeme sind weiterhin auf 10.000+ programmiert.

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