Börse Frankfurt
Dax-Anleger warten ab

Nach der turbulenten Dax-Rally zum Wochenbeginn haben sich die Anleger am Mittwoch zurückgehalten. Der Dax kommt im Vorfeld der Fed-Protokolle nur schwer vom Fleck. Die Lieblinge der Anleger waren Energiewerte.
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FrankfurtDie Aussage des EZB-Direktor Benoît Coeuré, dass die Zentralbank in den Sommermonaten wegen der geringen Handelsaktivitäten und der erhöhten Marktschwankungen mehr Anleihen kaufen werde als geplant, hat den Dax am Dienstag um 2,1 Prozent nach oben befördert. Dabei schien es den Börsianern gar nicht so wichtig zu sein, dass sich am Gesamtvolumen der bis 2016 andauernden Staatsanleihenkäufe nichts ändern wird.

„Der Zeitpunkt der gestrigen EZB-Äußerungen einen Tag vor den Fed-Sitzungsprotokollen war möglicherweise vorausschauend gewählt”, kommentiert CMC-Analyst Andreas Paciorek am Mittwoch die Entwicklung. „Sollten die heute Abend veröffentlichten Protokolle der Sitzung Ende April wieder mehr expansive Töne beinhalten, dürfte nach den in der Zwischenzeit sehr schwachen Konjunkturdaten die Stimmungslage bei den US-Notenbankern inzwischen noch lockerer geworden sein”, so der Analyst. Dies könnte die Euro-Abwertung wieder etwas abfedern und würde damit Gegenwind für den Dax bedeuten.

Und so nutzen die Anleger das gestrige Hoch heute für Gewinnmitnahmen. Der Index beendete den Handelstag mit einem minimalen Minus von 0,1 Prozent bei 11.848 Punkten. Der Euro gab bis zum frühen Abend etwas deutlicher nach und notierte 0,5 Prozent tiefer bei 1,1089 US-Dollar. Nachdem sie noch in der vergangenen Woche kräftig auf bis zu 1,14 Dollar zugelegt hatte, verlor die Gemeinschaftswährung gestern satte 1,7 Prozent.

Auch auf dem Anleihenmarkt kehrt nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen wieder etwas Ruhe ein. Die Kurse vieler europäischer Staatsanleihen stiegen angesichts der EZB-Käufe, im Gegenzug gingen die Renditen weiter zurück.

Im Blick behielten die Investoren auch Griechenland, das nach den Worten eines führenden Parlamentariers damit droht, die nächste Kreditrückzahlung an den Internationalen Währungsfonds zu verweigern. Das hoch verschuldete Land muss im kommenden Monat etwa 1,5 Milliarden Euro an den IWF zurückzahlen. Platzen die Kredite, gilt Griechenland offiziell als pleite. Der Athener Leitindex notierte rund ein Prozent schwächer.

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